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Archive for Januar, 2009

Brienz 2009 Jan 20

Freitag
Abendstimmung über dem BrienzerseeNachdem wir uns im Coop mit den nötigen Nahrungsmitteln eingedeckt und auch Toni eingeladen hatten, ging es los Richtung Brienz. Vom Camping Aaregg haben wir schon viele schöne Fotos gesehen und er wurde uns auch von Anderen empfohlen. Als wir ankamen, stellte sich heraus, dass bis auf zwei Plätzchen der Platz voll war. Es war zwar nicht gerade das, was wir uns unter einem lauschigen Plätzchen vorstellen, aber das ist nun mal das Problem in der Hochsaison.

Als wir uns häuslich eingerichtet hatten, packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg ans Seeufer, wo wir an einem lauschigen Plätzchen grillten und Luft in Weissbierglässer liessen. Als es dunkel wurde, genossen wir noch den freien Blick auf die Sterne und die zahlreichen Sternschnuppen. Leider sind noch nicht alle Wünsche in Erfüllung gegangen.

Samstag
Am Samstag haben wir ausgeschlafen und nach einem ordentlichen Frühstuck brachten wir Toni auf Cache der ersteden Zug. Wir genossen die kurze Schifffahrt über den See zu den Giessbachfällen trotz der vielen Leute. Bei den Giessbachfällen suchten und fanden wir unseren ersten Geocache. Unser Hunger stillten wir mit überteuerten und versalzenen Crepes, bevor wir zu Fuss zum Camping zurückliefen.

Nach einer kleinen Siesta grillten wir ein Söili-Filet und holten uns noch ein paar Pommes Frites vom Restaurant. Den Abend liessen wir am See mit einer guten Flasche Wein ausklingen.

Sonntag
cache der zweiteAm Sonntag morgen machten wir uns nach dem Frühstück zügig ans Zusammenpacken, doch leider wurden wir von einem sehr kommunikationsfreudigen deutschen Velotourist etwas im Zeitplan nach hinten gedrängt. Wir schafften die Abreise dann doch noch und auf dem Weg nach Hause machten wir noch drei Stopps, um ein paar Geocaches zu heben. Zuhause musste Elsi dann für das Spritzen ausgeräumt und all ihre Kleber entfernt werden. Wie sich später herausstellte, war das die einfache Arbeit…

Category: Geocaching, Unterwegs, Weekends  | Comments off
Korsika 2009 Jan 20

Fazit: Das Wetter war sonnig und warm In der zweiten Woche hatten wir einige Gewitter und etwas viel Wind. Mit einem Pullover oder einem Faserpelz hatte man aber genug warm. Die Korsen sind sicher nicht die Freundlichkeit in Person und man erhält das Gefühl das man stört. Camping direkt am Meer ist mit einigen Ausnahmen fast nicht möglich. Obwohl viele Campingplätze gemäss Internet oder Prospekt noch offen haben, waren sie zu.


Donnerstag 1.10.

Am Donnestag Abend, nachdem Nik genug von der Arbeit hatte, wurde (fast) alles in Elsi gepackt und die Reise ging los. Der erste Stopp war das MacDonalds in Villeneuve, wo wir unser 5 Sterne Delux Menu zu uns nahmen. Schliesslich wollten wir ja nicht die Zeit mit Essen verbringen, sondern möglichst schnell Richtung Süden weiterfahren. Der nächste Stopp war die Raststätte Relais de Saint Bernard, wo der erste Geocache auf dem Programm stand. Leider war der Cache nicht mehr aktiv und wir hatten keine Chance, ihn zu finden.
So machten wir uns auf den Weg hinauf zum Pass. Unterwegs tankten wir noch ein letztes Mal Sprit in der Schweiz. Noch auf der Schweizer Seite des Passes machten wir uns im Dunkeln auf die Suche nach dem zweiten Geocache des Abends. Trotz des unwegsamen Gebietes fanden wir den Cache schnell.
Weiter ging die Fahrt hinunter zum italienischen Zoll, der Dank Schengen verlassen war. Anstelle eines sicheren Plätzchens gleich hinter dem Zoll Häuschen gab es für Elsi ein Platz im Schutz einer Häuserwand. Schnell war unser Bett gemacht und wir schliefen friedlich und warm eingepackt ein.

Freitag 2.10.
Am Morgen war es besonders hart aus dem warmen Bett raus in den kalten nebligen Morgen zu krabbeln. Nachdem wir unser Z’Morgen in Form eines Apfel zu uns genommen hatten, machten wir uns auf den Weg zur Statue, die ein weiterer Geocache ist. Nachdem wir ein Föteli von uns und der Statue gemacht hatten, ging die Fahrt runter ans Meer, wo es bedeutend wärmer war.
Beim ersten (Kaffee)Stopp sahen wir einen coolen Plastik Go-Kart mit Elektromotor. Schade, dass wir viel zu gross für das Ding sind. Und Paddy noch zu klein. Das Mittagessen nahmen wir in einer kleinen Pizzeria am Strand von Savona ein. Nachdem wir uns ausgiebig mit Pizza und Wein gestärkt hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem Savona Cache. Nach einer halben Stunde erfolglosem Suchen gaben wir frustriert auf und fuhren weiter zum Fährhafen, wo wir die Wartezeit nutzten, Elsi fertig einzuräumen. Natürlich beobachteten wir wie immer die Leute um uns herum, aber ausser den Thurgauern in ihrem T5 konnte uns niemand wirklich unterhalten. Alle haben sich anständig, und für uns deshalb langweilig, verhalten. Wir durften als eines der ersten Autos gut 2 Stunden vor Abfahrt auf die Fähre. Wir machten es uns mit Buch und Wein auf dem Panoramadeck gemütlich und warteten auf die Abfahrt. Unglaublich, aber einige Eltern erlauben ihren Kindern Stühle umzuwerfen und schon besetzte Stühle zu grob zu stossen. Tja, liebe Kinder. Euer Pech, dass Karin für so etwas weder Verständnis, noch Geduld hat. Der Stuhl wurde dann brav vom Übeltäter wieder hingestellt und es kehrte wieder Ruhe auf Deck ein. Der Hunger (die blasen ganz fies den Duft der Küche aufs Panoramadeck!) trieb uns aber schon viel früher als erwartet zurück in die Kabine, wo feine Gnocchi auf uns warteten. Nach einer weiteren Runde durchs Schiff gingen wir müde noch vor der Abfahrt des Schiffes zu Bett.

Samstag 3.10.
Früh morgens um 6h00 wurden wir durch eine Stimme aus dem Lautsprecher geweckt. Wir blieben aber noch etwas liegen, bevor wir ausgiebig duschten. Der Weg aufs Deck mit der Kamera war vergebens; draussen war es noch stockfinster. So gab es halt keine traditionellen Ankunftsfotos von der Fähre aus.
Die Fahrt ging der Ostküste entlang Richtung Süden, wo wir einen wunderschönen Sonnenaufgang sahen. In unserem Reiseführer ist diese „Gemüse“strasse beschrieben, in der man zu günstigen Preisen leckere Früchte und Gemüse kaufen kann. Natürlich haben wir dort angehalten, aber das Angebot war etwas dürftig. Und nicht ganz so günstig, wie im Reiseführer beschrieben… Wir deckten uns aber dennoch mit dem wichtigsten Obst und Gemüse ein. Danach kauften wir noch in einem Géant die wichtigen Dinge wie Fleisch, Käse und Alkohol ein. Auf der Weiterfahrt überkam Karin einen Geistesblitz und sie wusste, was wir zu Hause vergessen hatten: die Badetüchli! Nachdem wir dieses Defizit behoben hatten, konnte den Ferien nichts mehr im Wege stehen. Nach unserem ersten Mittagessen am Strand machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Campingplatz am Meer, wo wir uns ein paar Tage erholen wollten, bevor wir die Insel umrundeten. In der Nähe des ersten Platzes, den wir uns ausgesucht hatten, hat es auch einen Geocache. Natürlich mussten wir den umgehend heben. Nach einer kleinen Offroad-Fahrt und einigen Minuten zu Fuss, erreichten wir den Cache und loggten uns. Was für ein schöner Flecken Erde und menschenleer!
Auf dem Camping kam dann die böse Überraschung: der Camping Platz war zwar super schön und die Dame am Empfang extrem freundlich, aber übernachten konnte man nur in einem Bungalow. Der Platz für Womos und Zelte war schon zu. Überhaupt seien die meisten Plätze nun zu. Die Empfangsdame hat dann aber schnell(?) ein Telefongespräch mit der nächsten Touri-Info geführt und so bekamen wir ein paar Tipps, wo es in der Nähe noch offene Plätze hatte.
Nachdem wir schon fast den Südosten der Insel erreicht hatten, fanden wir endlich einen Campingplatz (California), der die Anforderungen für eine Nacht erfüllte. Und er vorallem offen war! Zu unserer Freude hatte es gleich mehrere T3’s auf dem Platz. Mit den Hamburgern kamen wir recht schnell ins Gespräch. Wegen der Farbe ihres Bullis, und weil sie selbst noch keinen Namen für ihn hatten, taufte Karin ihn kurzerhand „Mocca“, was wir ihnen aber natürlich nicht auf die Nasen banden. Immerhin haben wir ja nur „kurz“ mit ihnen gesprochen.
Als die Reception endlich offen war und wir uns anmelden konnten, war noch ein junger Schweizer vor uns. In gebrochenem Englisch fragte dieser, ob er für eine Nacht Strom haben könne. Kein Problem. Gut. Für zwei Euro, oder? Ja, genau. Hm, gut. Bis heute waren wir der festen Überzeugung, dass an allen Schweizer Schulen gelernt wird, dass Strom via Kabel geliefert und nicht in Kesseln ausgeteilt wird. Unser junger Landsmann hatte da wohl aber einen Fensterplatz und nachdem er den Herren an der Reception in perfektem Schweizerdeutsch! fragte, ob er denn jetzt nicht etwas bekäme, haben wir ihm etwas auf die Sprünge geholfen. Nun begriff er, dass er wohl einen Denkfehler gemacht hatte und zog davon. Ohne den Strom für die Nacht. Für zwei Euro…
Für uns war es nun an der Zeit, die Filets auf den Grill zu schmeissen und eine Flasche guten Weins auf unsere Gläser zu verteilen. Rasch merkten wir aber, dass es auch in Korsika von Mücken wimmeln kann. Leider merkten wir es zu spät; wir hatten den hungrigen Dingern bereits mehrere Zentiliter Blut gespendet.
Einige Tage später hagelte es auf diesem Campingplatz!Auf dem Campingplatz gab es auch dieses Mal wieder ein paar Beispiele für die Rubrik, was man beim Zelt-Aufstellen alles falsch machen kann. Viel Vergnügen mit den Fotos!
Auf der etwas traurigeren Seite… Eines unser Weingläser musste beim zweiten Sturz vom neuen IKEA Möbeli sein Leben lassen. Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück!

Sonntag 4.10.
Am Sonntag standen wir bei Zeiten auf und konnten gerade noch den Sonnenaufgang über dem Meer sehen. Nach einem Stopp bei einer Bäckerei ging es ab in die Berge. Wie sich später herausstellte, hatte diese Bäckerei die besten Brioches überhaupt. Mit Nüssen und Rosinen. Mhhh!
Die Strasse in den Bergen war steil und kurvenreich, aber Elsi meisterte diese wie immer bravurös. Natürlich mussten auch wir eine der zahlreichen Badegumpen ausprobieren und so kämpften wir uns zirka 30 Minuten am Bach entlang den Berg hinauf, bis wir an einem wunderschönen kleinen See mit Wasserfall ankamen. Leider war auch schon der Car vom Senioren Reiseclub da, aber nach 20 Minuten hatten wir die Badegumpen für uns und wir konnten uns im kalten Wasser nach Lust und Laune austoben.
Auf der Weiterfahrt entdeckten wir noch ein paar freilaufende Säuli und Kühe. Natürlich stand auch an diesem Tag ein Geocache auf dem Programm. Nach kurzer Suche auf dem kühlen Pass konnten wir ihn schnell heben und uns einloggen. Der Pass war auch zugleich ein Walfahrtsort. Es hatte eine Heiligen Statue mit hunderten von Kerzen und Dankesplaketen. Da es uns auf dem Pass zu kalt war, fuhren wir noch etwas den Berg hinunter, bis wir ein lauschiges Plätzchen für den Mittagsrast fanden. Danach ging die Fahrt weiter auf der schlechten, kurvigen Bergstrasse hinunter nach Porto Vecchio, wo wir auf der Suche nach einem geeigneten Campingplatz, zwecks Faulenzen für ein paar Tage, sämtliche Campingplätze der Region anschauten. Leider fanden wir aber einen, der offen war, oder unsere in der Zwischenzeit stark gesunkenen Anforderungen erfüllte. Karin merkte wieder einmal, dass sie ein Landei ist, denn sie konnte mit dem Begriff „Camping Nudiste“ nicht wirklich das anfangen, was man darunter verstehen sollte… Wir machten schlussendlich auf einem WoMo-Stellplatz halt, der wunderschön an einem Strand gelegen ist. Auf unsere freundliche Frage, ob wir nicht einen der vielen freien Stellplätze am Meer haben könnten, wurden wir angeschnauzt und so entschieden wir, höchstens einen Tag zu bleiben. Nach dem wir uns häuslich eingerichtet hatten, machten wir uns Fajita zum z’Nacht

Montag 5.10.
Am Morgen starteten wir mit einem erfrischenden Bad im Meer und einer eher kalten Dusche in den Tag. Der charmante Platzwart zeigte sich auch heute von seiner unfreundlichen Seite und behauptete noch, er sei als freundlich bekannt. Wir verliessen diesen Ort der Nächstenliebe und machten uns auf den Weg nach Bonifaccio, der südlichsten Stadt Frankreichs. Die Strasse war gut ausgebaut und schnurgerade, so erreichten wir ziemlich schnell die Touristenabzocke Bonifaccio. Nachdem wir auf einem kostenpflichtigen Parkplatz parkiert hatten, machten wir uns auf den Weg zur unfreundlichsten Touristeninformation. Nachdem man uns dort nur widerwillig und auf mehrmaliges Nachfragen die entsprechenden Unterlagen aushändigte, gab man uns das Gefühl, dass wir nun gehen sollten, damit man sich wieder dem Kreuzworträtsel widmen kann.
Bonifaccio ist zwar wunderschön auf einem Kreidefelsen gelegen und die engen Gässchen versprühen ihren ganz besonderen Charme, aber bei jeder „Sehenswürdigkeit“ wird man zur Kasse gebeten und die Stadt hat nicht einmal genug Geld, um im Herbst ein öffentliches WC zu betreiben. In entsprechendem Zustand ist auch die ganze Stadt. Das heisst, der Zustand zeugt nicht von fehlenden Toiletten, sondern von fehlendem Geld. Nachdem wir von der renovierungsbedürftigen Stadt genug hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Geocache in der Nähe, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Den Cache erreichten wir nach zirka dreissig Minuten zu Fuss und fanden ihn auf Anhieb. Nachdem wir ein Travelbug hinterliessen, machten wir uns auf den Rückweg. Nun startete wieder die Suche nach einem Campingplatz. Wir hatten die Hoffnung, ein lauschiges Plätzchen für ein paar Tage zu finden, noch nicht aufgegeben. Auf der Fahrt der Westküste entlang Richtung Norden, trafen wir unverhofft auf die Landwegs und Rustydrivers aus dem VW-Bus Forum. Nach ein paar Fotos setzten wir unsere Suche nach Norden fort. Der fünfte Platz war ein Volltreffer: direkt am Meer in der vordersten Reihe, saubere Anlagen und jeden Morgen kommt der Bäcker. Zu unserer Überraschung standen schon auf dem schönsten Plätzchen Moccas, die Hamburger vom ersten Campingplatz. Nach dem Nachtessen haben wir mit den Hamburgern, die übrigens Nicole und Timo heissen, einige Flaschen Wein getrunken und bis in die tiefe Nacht gequatscht. So nahm der Tag ein äusserst angenehmes Ende.
Link auf Camping Chez Antoine

Dienstag 6.10.
Am Morgen holte Karin beim Bäcker Gipfeli und so stand einem gemütlichen Tag mit Baden, Schlafen und Essen nichts mehr im Wege.
Das Highlight des Tages war ein Aargauer, der sich genau in dem Moment an Nicoles und Timos Standplatz heranpirschte, als diese mit dem Bus Einkaufen waren. Wir haben die Aargauer freundlich darauf hingewiesen, dass der Platz bereits besetzt sei. Anhand der Anwesenheit von Tisch, Stühle, Auffahrkeilen und schmutzigem Geschirr war das ja eigentlich auch völlig klar. Der Aargauer meinte nur, dann hätten die sich nicht angemeldet. Uhm, doch, denn die Hamburger seien schon ein paar Tage hier und hätten sogar schon mit der Eignerin gesprochen. Sie sollten sich doch einfach einen schönen Platz suchen und den in Beschlag nehmen. Sie hätten ja schon einen schönen Platz gefunden! Ja, aber der ist ja besetzt… Endlich packten die Aargauer ihre sieben Sachen wieder zusammen. Die hatten tatsächlich schon ihren Tisch und die Stühle ausgepackt und hingestellt. Und die Auffahrkeile unter Nicole und Timos Tisch geworfen. Schlussendlich wurde das riesige Zelt direkt vor einer anderen Schweizer Familie aufgestellt. Es sollte wohl jemand mal Campingplatz-Anstandsregeln aufstellen. Vielleicht haben wir ja mal im Winter Zeit und Lust. Aber ob sich solche Leute diese (common sense) Regeln zu Herzen nehmen würden?
Wir lagen den restlichen Tag auf der faulen Haut. Lesen, schlafen, trinken, essen und baden im warmen Meer, was braucht man mehr? Ach ja, Kubb spielten wir auch noch! Nicole ist der ungeschlagene Champion. Wer mit ihr ihm Team spielt, hat auf 100 gewonnen. Timo und Karin konnten nicht wirklich überzeugen, hihi. Am Abend nahmen Timo, Nicole und wir die Stühle an den Strand und genossen den Abend am Strand mit einigen Flaschen Wein. Timo versuchte sich unterdessen als Fischer, wobei die Fische sich sicher über das Futter freuten…

Mittwoch 7.10.
Wie jeden Morgen kam der Bäcker etwas später und wir nutzten die Zeit, um mit den anderen Campingplatzbewohnern den neuesten Tratsch auszutauschen. Nachdem ausgiebigen Frühstück haben wir uns entschlossen, am Abend zusammen mit dem Hamburgern ein Strand-BBQ zu machen. Dazu mussten wir unsere Vorräte auffrischen. Wir machten uns und Elsi einkaufsbereit und zusammen mit Nicole und Timo ging es zum Shoppen. In einem Casino deckten wir uns grosszügig mit Fleisch und Alkohol ein.
Zurück auf dem Campingplatz waren wir froh, dass unser Platz nicht von einem Aargauer in Beschlag genommen wurde. Den restlichen Tag verbrachten wir wie den Tag davor mit Nichtstun.
Kurz vor dem Sonnenuntergang wurde der Son of Hibachi gestartet und der erste Gang, korsisches Trockenfleisch mit Melone, wurde am Strand serviert. Als Hauptgang gab es ein feines Stück Muh, zahlreiche korsische Wüste, Hacksteaks, Salat und eine Gemüsebombe. Als wir mehr als genug hatten, wurde es Zeit für die Nutellabananen vom Grill. Der Alkohol kam auch nicht zu kurz und es geistern einige Fotos von Timo durchs Internet die beweisen, dass auch er nicht zu kurz kam. Richtige Frauen und Männer trinken eben doch kein Fernet, hihi.

Donnerstag 8.10.
Wie jeden Morgen wurde das Warten auf den Bäcker für den morgendlichen Tratsch genutzt. Danach konnten wir von unseren bequemen Sesseln aus Nicole und Timo beim Packen zusehen. Etwas traurig waren wir schon, als sie sich auf den Heimweg machten. Aber wir konnten ihren Platz erben und so war die Trauer nur von sehr, sehr kurzer Dauer. Nein, nein, wir vermissten sie noch recht lange. Den Rest des Tages verbrachten wir wie die Tage zuvor. Am Abend studierten wir die Reiseführer und die Liste mit den Zeltplätzen. Nach einem gemütlichen Abendessen gingen wir früh zu Bett.

Freitag 9.10.
Am nächsten Morgen mussten auch wir packen. Nach den paar Tagen am selben Ort gab es einiges zu tun, vor allem, weil wir es gründlich machen wollten. Die Tagesplanung sah zwei Geocaches und einkaufen in Ajaccio vor. Gemäss Liste, sollte es dort auch noch einige offene, schöne Campingplätze haben.
Auf der Fahrt zum ersten Cache lernten wir zum ersten Mal das korsische „traffic alterné“ kennen. Wegen einer Baustelle (?) gab es eine Ampel auf beiden Seiten des Dorfes, welches man scheinbar an den Berg geklebt hatte. Vor uns fuhren ein paar Autos bei Rot durch. Hätten wir das doch bloss auch gemacht! Die Ampel stand ewig auf Rot. Aber irgendwann wurde es auch bei uns wieder grün und weiter ging die Fahrt. Den Ort des ersten Caches fanden wir sehr schnell, aber ein Muggler hinderte zuerst die Suche. Der Muggler sass in seinem Auto und hörte fürchterliche Musik. Wahrscheinlich ist diese Musik daran schuld, dass wir den Cache nach unserem Picknick nicht fanden. Bei diesen Tönen hat der nämlich sicher ganz schnell seine Beine unter die Hand genommen und sich an einem anderen, ruhigeren Ort versteckt.
Bevor wir in Ajaccio fast im Verkehrschaos untergingen, gab es schnell einen Abstecher ins Internet. So schnell ging es zwar nicht, denn keiner wollte uns zuerst behilflich sein und als wir wieder zu Elsi kamen, waren wir zuparkiert. Endlich kamen wir schliesslich bei den Ils des Sanguieres an, welche Ajaccio vorgelagert sind. Wir packten unsere Geocacher Ausrüstung und machten uns auf den Weg zum Cache. Natürlich war dieser oben auf dem Kamm und es hatte nur Schleichpfade durch das dornige Gestrüpp. Kaum hatte Karin den Cache gefunden, gab es auch schon die ersten Tropfen. Beide versuchten wir noch vor dem schnell nahenden Gewitter wieder unten bei Elsi zu sein. Da wir natürlich nicht annähernd so schnell wie das Gewitter waren, bekamen wir eine lange Dusche. Entsprechend nass und von den Dornen völlig zerkratzt erreichten wir zur Beruhigung Karins doch noch unser Elsi, den pharäischen Käfig.
Wieder ging es durchs Verkehrschaos zurück auf die andere Seite von Ajaccio, wo die schönen, noch offenen Campsites hätten sein sollen. Der kurze Stopp bei dem Office de Tourisme war übrigens für die Katz… Leider entsprachen die Campingplätze weder unserem Geschmack, noch den Angaben im Prospekt. Also suchten wir weiter und weiter. Auf einem geschlossenen Campingplatz hatte man Mitleid mit uns und wir durften übernachten. Die Sanitären Anlagen seien aber schon eine Weile nicht geputzt worden, warnte man uns. Kein Problem, solange wir nur endlich einen Platz zum Schlafen fanden. Die Toiletten Anlage war zwar eigentlich ganz sauber, aber eine Herausforderung für jeden Biologen. Zuerst störte uns das fehlende Licht. Danach war uns die Dunkelheit lieber. Was dort alles so rumkroch und flog! Besonders angetan hat uns der Feuersalamander, der wie ein Laubfrosch getarnt die Wand und den Spiegel hochkroch. Wie machten uns ein paar Würstchen mit Salat und gingen müde zu Bett.

Samstag 10.10.
Nachdem wir am Vortag schon so viele verschiedene Tierarten auf der Toilette entdeckt hatten, wollten wir uns heute Morgen auf eine Art konzentrieren: Schildkröten.
Auf der Schildkrötenfarm hatte es Arten und in fast jeder Grösse, wobei uns die ganz kleinen, frisch Geschlüpften und die ganz grossen am besten gefallen hatten. Nachdem wir hunderte von Fotos gemacht hatten, ging es zurück nach Ajaccio zum Einkaufen, denn schliesslich mussten wir unsere Vorräte auffrischen. Nach einer kurzen Fahrt machten wir einen Abstecher in ein fast verlassenes Feriendorf in einer wunderschönen Bucht, um nach einer kurzen Wanderung bei einem verfallenen Genuesen Turm einen Geocache zu heben. Wir fanden ihn fast auf Anhieb und nach dem atemberaubenden Blick über die Küstenlinie und zahlreichen Fotos ging Es zurück zu Elsi und weiter Richtung Norden. Nachdem wir wieder vor verschlossenen Campingtoren standen, wurden wir schliesslich doch bei einem Camping eingelassen. Nicht nur ist die Besitzerin Schweizerin, sie heisst auch noch gleich wie Niks Mami. Vor UND Nachnamen. Wir suchten uns das schönste Plätzchen aus und gaben Andy aka „Blue-Whitestar“ vom VW-Busforum unsere Position per SMS durch. Wir hatten schon seit einigen Tagen Kontakt via SMS und heute hatten sie uns endlich eingeholt.
Nachdem Andy, seine Freundin Simone und ihr „Ferienhund“ Nero begrüsst waren, startete Nik den Son of Hibachi und wir grillten gemeinsam bis in die späte Nacht hinein.

Sonntag 11.10.
Heute war unser Haushaltstag. Wir hatten Geschirr von über zwei Tagen zu schrubben und wir wollten eigentlich auch noch Waschen. Nachdem wir gemütlich mit Simone und Andy gefrühstückt hatten, machte Nik sich an den besagten Abwasch und Karin machte sich auf die Suche nach der Waschmaschine. Leider klappte das Waschen nicht so ganz. Die Maschine rumpelte und bockte, aber die Wäsche wurde nicht sauber. Sie wurde überhaupt nicht gewaschen, denn trotz ganz leichter Beladung wollte sie sich einfach nicht drehen.
Es war eigentlich Zeit, uns von Simone und Andy zu verabschieden, aber da niemand da war, mussten sie zwangsweise noch warten. Da auch niemand da war, um uns mit der Waschmaschine zu helfen, entschlossen auch wir uns kurzerhand zum Weiterzuziehen, um im nächsten Ort zu waschen. Kaum hatten wir gepackt, tauchte auch die Besitzerin wieder auf und wir machten uns zusammen auf den Weg nach Norden.
Unterwegs weihten wir Simone und Andy in die Geheimnisse des Geocachings ein. Wieder einmal führte uns das Geocachin an einen Ort, den die meisten Touristen nicht einmal mit dem Hintern beachten. Gleich neben der Strasse war der Cache in einem „Kunstwerk“ versteckt, das ein Teil der Geschichte dieser Gegend symbolisiert. Im nächsten Ort fanden wir dann auch eine Wäscherei und nachdem wir das Münzproblem gelöst hatten, ging Nik mit Simone und Andy an der Strand und Karin kümmerte sich um das Tanken und die Wäsche.
Nachdem wir endlich wieder vollzählig waren, machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen am Meer. Nach einer Hardcore Offroad Tour, vorbei an „wild um sich schiessende Jäger“, fanden wir ein wunderschönes Plätzchen an einer Flussmündung am Strand. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, genossen wir während des Apéros den kitschigen Sonnenuntergang. Anschliessend gab es Raclette, wobei wir wieder einmal feststellten, dass die von Emmi gelieferten Kerzen einfach die besten sind. Ohne die ist das Kerzenraclette eher ein Hunger-, als ein Fressmarathon. Zum Glück hatten wir wie immer Gas dabei… Wieder einmal sassen wir bis tief in die Nacht draussen und genossen die angenehme Atmosphäre, und vor allem die interessante Unterhaltung, unter dem Sternenhimmel.

Montag 12.10.
Nachdem wir ausgeschlafen hatten, Karin war für einmal viel früher auf als alle Anderen, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und machten uns weiter auf den Weg nach Corte. Zuerst ging es entlang der Küste durch die Calanche, wo wir bei einer Touristenfalle Halt machten. Die hatte zwar ein WC, aber kein Lavabo, um die Hände zu waschen. Freundlicherweise durften wir aber den Wasserhahn der Gartenbewässerung benutzen. Der Hinweis, dabei nicht hinunterzufallen, war angebracht, denn der Hahn lag ziemlich genau 20cm vor dem Abgrund. Natürlich hoben wir auch heute eine Geocache, den wir zu viert entsprechend schnell fanden. Danach stand noch eine Wanderung durch die bizarre Landschaft der Calanche auf dem Programm. Diese aber war nicht ganz so spektakulär, wie im Reiseführer beschrieben. Ob wir wirklich den falschen Zeichen gefolgt sind? Wenn ja, hatte es noch ein paar andere fehlgeleitete…
Der nächste Ort „Porto“ soll im Sommer bis zu 8000 Personen beherbergen, im Winter aber nur für einige hundert ein Zuhause sein. Für uns war der Ort eher abstossend. Die Tankstelle und die beiden Supermärkte hatten zu und am Strand hatte es so hohe Wellen, dass die Hafeneinfahrt unpassierbar wurde. So fuhren wir nach einem kleinen Abstecher zur nächsten Tankstelle weiter durch das Landesinnere nach Corte. Die Fahrt war recht abwechslungsreich und führte über zwei Pässe und entlang Schluchten, die für Nik eindeutig zu tief waren.
In Corte angekommen, machte wir uns auf dem ersten Campingplatz breit, genossen die warmen Duschen und machten uns ans Kartendrucken, bevor wir mit Simone und Andy zusammen gemütlich Spaghetti assen. Doch als wir ins Bett wollten, hörten wir komische Piepsgeräusche aus Andys Leih-T4. Nachdem wir schon auf einen Selbstzerstörungsmechanismus getippt hatten, stellte sich die Ursache des Geräusches nur als Marder-Schreck heraus und wir konnten beruhigt ins Bett.

Dienstag 13.10.
Nach dem gemeinsamen Morgenessen und dem Zusammenräumen machten wir uns auf einen Stadtbummel durch Corte. Die Stadt war wie alle korsischen Städte, die wir bis jetzt gesehen hatten, am Zerfallen. Aus dem vorgesehenen Einkaufsbummel wurde nichts, da viele Läden wegen der Mittagsruhe zu waren. Andy lud uns noch zu einem Bier in einer Bar ein, wo sich der Besitzer nicht als trinkgeldwürdig erwies. So kehrten wir fast unverrichteter Dinge zurück zum Camping, wo wir von Simone, Nero und Andy Abschied nehmen mussten. Wie schade, dass ihre Ferien schon vorüber waren! Sie mussten am nächsten Tag auf die Fähre und wir wollten wieder zurück an die Westküste und Richtung Norden.
So fuhren wir die Strecke zurück, die wir am Vortag gekommen waren, machten aber noch ein paar Stopps um Maronis zu sammeln. Wir sahen auch einen Franzosen, der die Brücke nicht getroffen hatte und frontal in eine Steinmauer gefahren war. Zum Glück war das Bergseitig und beiden Insassen ging es gut. In Porto suchten wir uns einen Campingplatz am Hang und gingen nach dem Nachtessen früh ins Bett.

Mittwoch 14.10
Nach dem Morgenessen machten wir uns entlang der Küste auf den Weg nach Calvi. Die Strasse war wie an der ganzen Westküste schmal und wie an den Hang geklebt. Zum Glück hatte es nicht viel Verkehr und so kamen wir trotzdem recht flott vorwärts. Wir machten einen Abstecher ins Fango-Tal, wo ein Geocache auf uns wartete. Nachdem wir bei ein paar Badegumpen den Fluss überquert hatten, fanden wir den Cache recht schnell. Es ist ein schönes Tal und wenn es ganz heiss ist, sicher super zum Baden! Bloss schade, dass hinter beinahe jedem Busch ein Papierchen davon zeugt, dass jeder einmal aufs Klo muss… Für uns ging die Fahrt weiter nach Calvi.
In Calvi angekommen, machten wir den obligaten Stopp beim Touristen Büro. Für einmal waren die Damen nicht nur ausserordentlich nett, sondern auch kompetent! Wir verliessen das Office de Tourisme mit mehreren Brochuren zur Stadt und Umgebung. Die Altstadt wollten wir zu Fuss erforschen. Leider gab es nicht allzu viel zu entdecken und wir fanden auch nichts zum Shoppen und so zogen wir weiter auf der Suche nach einem Platz für die Nacht. Alle Campingplätze waren zu, obwohl in der Touristeninfo das Gegenteil behauptet wurde. Doch nicht so kompetent…(?) Wir stellten Elsi auf einen Parkplatz am Meer, der zugleich der Start zu einem Multicache war. Den hoben wir noch schnell vor dem Nachtessen und wurden dafür mit einem super Sonnenuntergang belohnt. Da es recht windig war, wurde es ziemlich schnell kalt, als die Sonne weg war und so zogen wir uns ins warme Elsi zurück.

Donnerstag 15.10.
Heute ging es entlang der Nordküste zum Cap Corso. Unterwegs standen viele Geocaches auf dem Programm. Zuerst gab es eine halbstündige Wanderung zu einem verlassenen Dorf oben auf der Krete. Die Aussicht von dort oben war traumhaft! Nach dem Abstieg machten wir uns auf die Suche nach einem „Vergessenen Monolith“. Das Ding war wirklich RIESIG! Leider hatten wir unsere Kameras vergessen. Wann gibt es denn sowas? Der nächste Geocache war bei einer alten Kirche oberhalb eines Dorfes. Dummerweise waren die Strassen etwas zu eng für Elsi uns so gab es wieder einen Fussmarsch bergauf. Die Kirche hiess (übersetzt) „Unsere Dame der sieben Schmerzen“. Oben angekommen, waren es dann eher 20 verschiedene Schmerzen, die uns plagten, aber auch dieses Mal wurden wir mit einer Superaussicht belohnt. Nach dem Abstieg durch das malerische Bergdörfchen stand die Essensbeschaffung auf dem Programm. Anscheinend hatten die Festland-Franzosen nichts Besseres zu tun, als zu streiken und daher waren einige Produkte dem Einkaufszentrum ausgegangen. So auch das gute Fleisch. Da die Verkäufer palettenweise Waren herumkarrten, gingen wir davon aus, dass heute wieder eine Ladung angekommen ist. So machten wir uns auf den Weg zum zweitletzten Geocaches des heutigen Tages, ohne alle Artikel der Einkaufsliste eingekauft zu haben. Wir hatten die Hoffnung, später einen anderen Supermarkt zu finden, der die Regale schon wieder alle aufgefüllt hatte. Der nächste Geocache war unten im Hafen von Ile Rousse beim Leuchtturm. Wir fanden den Cache schnell und zu unserer Überraschung hatte es zum ersten Mal etwas zum Tauschen. Nik freute sich über die Leuchtstäbchen, die nun sicher die nächsten 3 Jahre ungebraucht im Elsi rumliegen. Aber irgendwann wird irgendwer die Dinger brauchen und dann haben wir sie dabei!
Die Fahrt ging weiter der Nordküste entlang zum letzten Cache, der am Weges Rand versteckt war. Leider nutzen viele Mugglers auch diese Stelle, um ihre Notdurft zu verrichten. Nachdem wir uns geloggt hatten, ging es weiter nach Saint Florent, wo wir zu unserer Enttäuschung keinen Supermarkt vorfanden. Nun standen wir vor der Entscheidung wie geplant, aber fleischlos die Fahrt ums Cap Corso anzutreten, oder einen 16 Kilometer Abstecher nach Bastia zu machen und dann entlang der Ostküste nach Norden zu einem uns empfohlenen Camping zu fahren. Mit hungrigem Bauch entschieden wir uns für Bastia und einkaufen. Oben auf dem Pass sahen wir einige Inseln und das Festland von Italien. Nach dem Einkaufen im Géant kämpften wir uns durch den Verkehr von Bastia nach Norden, wo wir knapp vor dem eindunkeln den Camping La Pietra erreichten. Nach einem mexikanischen Abendessen ging es wieder einmal früh zu Bett.

Freitag 16.10.
Am Morgen holten wir uns frische Croissants und stellten uns auf einen Tag voll mit „nichts tun“ ein. Wir schrieben unsere Reiseberichte, checkten wieder einmal unsere Mailboxen und schwatzten mit unseren Nachbarn. Wie interessant die Leute doch sind! Besonders der Österreicher, der schon in vielen fernen Ländern gearbeitet hatte, und nun per Womo unterwegs ist.
Leider wurde es den ganzen Tag über zu wenig warm, um den Pool zu nutzen, obwohl wir das eigentlich fest vorhatten. Nachdem wir den Campingplatz erkundet hatten, war es schon Zeit für das erste Bier! Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man nichts macht. Zum Abendessen machten wir uns feine Gnocchi mit Fleisch und Bernaise Sauce. Mmmh.

Samstag 17.10.
In der Nacht hatte es mit Regnen begonnen und der Campingplatzbesitzer meinte, sie hätten die selbe flüssige Sonne für die nächsten sieben Tage gemeldet. Sobald alle Camper weg fuhren, würde der Platz geschlossen werden. So haben wir unsere sieben Sachen zusammen gepackt und haben unsere letzte Etappe ums Cap Corse in Angriff genommen. Das Wetter wurde zunehmend besser und bald hatten wir blauen Himmel über uns. Wir konnten sogar die Nachbarinseln und die Konturen vom Festland in der Ferne erkennen.
Natürlich standen auch heute einige Geocaches auf dem Programm. Den ersten fanden wir schon kurz nach dem Campingplatz in einem Turm am Strassenrand. Allerdings war dieser INNERhalb des Turmes versteckt. Karin kletterte wie eine „Berggeiss“ nach oben und kraxelte durch die Tür rein. Im Turm drinnen fand sie den Cache schnell. Zum Glück schleppt Nik allerhand Material in unserem Geocache Rucksack rum und so konnte Karin mit Hilfe einer Schnur den Cache runter zu Nik evakuieren. Dieser Stand unten und schrie „Rapunzel, lass den Cache hinunter! Rapunzel zog den Cache mitsamt des Stempels nach oben, denn sie musste ja noch den Cache loggen. Übrigens, ohne Seil ist der Abstieg bedeutend schwieriger. Der zweite Cache war ebenfalls in einem Turm, aber oben auf einem Berggipfel und in der Aussenmauer versteckt, so dass wir nur den Berg und nicht den Turm bezwingen mussten. Vom Parkplatz aus ging es zwanzig Minuten nach oben. Und nach oben ging es! Stellenweise mussten wir beinahe auf allen vieren hochkraxeln. Ok, das ist ein wenig übertrieben, aber Karin war froh, dass sie die IWS dabei hatte. Das Versteck fanden wir leider nicht sofort. Nik scherzte, dass es eigentlich zwei Türme hatten, bis wir den einen auf unserer Suche komplett abgetragen hatten. Tatsächlich hatten wir einen guten Teil einer der Mauern schon abgetragen (und wieder hingestellt) und ziemlich jeden anderen Stein in der Ruine umgedreht, bevor wir den Micro Cache endlich fanden. Die Ruine ist nun aber sicher etwas weniger hoch als vorher…
Weiter ging es der Küste entlang nach Norden. Über die Strassen hatten wir ja schon viel Abenteuerliches gehört, aber wir fanden es nicht so schlimm. Schliesslich hatte es auch kaum Verkehr. Oben am Cap angekommen, stand unser letzter Geocache des Tages auf dem Programm. Wir fanden ihn schnell inmitten einem Meer von „Geissenböueli“. Nachdem wir einen Travelbug herausgenommen und einige Fotos vom einmaligen Panorama gemacht hatten, ging es zurück auf die Strasse Richtung Süden nach Bastia. Eine Stunde später in Bastia wollten wir prüfen, ob es eine Möglichkeit für eine Mitfahrt auf einer früheren Fähre gab. Da das Wetter die nächsten Tage von der flüssigen Sonne beherrscht sein sollte, wollten wir eine verfrühte Heimreise antreten. Als wir den Schalter nach langer Suche endlich fanden (Nik kennt den Hafen jetzt mindestens genauso gut wie seine linke Hosentasche) war er am Samstagnachmittag natürlich geschlossen und wir mussten bis zum Abend warten. So machten wir uns auf die Suche nach Marken für unsere Postkarten. Es gab zwar zahlreiche Tabac-Lädeli, die welche verkaufen würden, aber dank der korsischen Freundlichkeit (einer hatte uns sogar angelogen) wurden wir erst etwa beim zehnten Landen fündig. Der Herr dort war bestimmt kein Korse, denn er war ausserordentlich freundlich und gab uns mehr als genügend Marken. Die Suche nach coolen T-Shirts blieb ganz erfolglos und so deckten wir uns im nahen Casino mit Alkohol ein. Als Trösterli. Nun hatte auch der Schalter für die Fährentickets offen, doch die Antwort war ernüchternd: 129.- € zusätzlich. Mit so viel Geld lässt es sich in Korsika noch gut zwei Tage leben. Alkohol inklusive. Auch wenn es von nun an regnen würde. Wir machten uns wieder auf den Weg zum Camping La Pietra, wo wir im Dunkeln unsere sieben Sachen wieder auspackten, Abendessen zubereiteten und wie immer früh zu Bett gingen.

Sonntag 18.10.
Am Sonntag war faulenzen angesagt, den ganzen Tag nur lesen, trinken, essen und schlafen.

Montag 19.10.
Am Morgen wurden wir vom Campingplatzbesitzer informiert, dass der Camping heute schliessen würde. Uns war das ja eigentlich egal, denn heute Abend würde es mit der Fähre zurück zum Festland gehen. Allerdings wollte er alle Leute so schnell wie nur möglich abfertigen und so fragte uns der Campingbesitzer nach unserem Brotbedarf, damit er unsere Bestellung gleich ausliefern könnte. Das war endlich mal den Servicestandard, den wir uns wünschen: Gipfeli quasi direkt ans Bett gebracht! Leider gab es den nicht jeden Tag… Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir Elsi für die Heimfahrt und konsultierten noch ein letztes Mal das Internet. Wir hatten gehört, dass es in der Schweiz kalt ist und der erste Schnee am Boden liegt, also mussten wir kurz den Zustand der Alpenpässe checken. Alles offen, hiess es auf der TCS Webseite. Naja, dann würden wir uns wieder via Grosser St. Bernhard in die Schweiz schleichen. Zur Not könnten wir ja auch den Tunnel nehmen, falls es über Nacht zu heftigen Schneefällen kommen sollte. Natürlich mussten wir uns auch noch die Geocache Webseite anschauen, denn auch heute wollten wir uns unserem neuen Hobby widmen. Schnell waren die Infos für unsere zwei letzten Korsika Caches gefunden und programmiert. Einer der Geocaches konnten wir fast vom Campingplatz aus sehen, der andere lag etwas weiter hinten im Tal an einem Fluss. Wir entschieden uns zuerst den Cache am Fluss zu heben. Nach einer kurzen Fahrt mit Elsi und 20 Minuten zu Fuss erreichten wir den Ort und nach knapp einer viertel Stunde suchen konnten wir den Cache loggen. Leider war das Wasser (und vorallem die Luft) zu kalt zum Baden. Dennoch gluschtete uns das glasklare Wasser und die schönen Badegumpen. Überhaupt war dieser Platz sehr schön. Er sah aus wie aus einem Märchen und wir erwarteten beinahe, nächstens eine Fee zu entdecken. Wieder einmal hat uns unser Hobby an einen Ort geführt, den wir sonst nie entdeckt hätten. Auch den Ort des nächsten Caches hätten wir wohl kaum ohne Geocaching aufgesucht. Allerdings aus einem anderen Grund. Um den Cache mit dem verlockenden Namen „kleine Erholung“ zu erreichen, gab es zwei Möglichkeiten: vorne den Steilhang hoch oder hinten rum über einen Weg. Wir entschieden uns für vorne, denn schliesslich sind wir faul und laufen lieber 15 Minuten steil hoch, als dass wir 45 Minuten einen gemütlichen Weg hochwatscheln. Spätestens auf dem Rückweg bereuten wir unsere Faulheit. Es hatte nur Felsen und Dornengebüsch, aber wir hatten die Ruine auf dem Gipfel bald erreicht. Es war diese Ruine, die wir vom Campingplatz aus gesehen hatten. Nie und nimmer wären wir hier ohne Cache hochgekraxelt! Den Cache fanden wir fast auf Anhieb. Wir genossen den schönen Blick auf Hinterland und Küste und wir wussten, weshalb dieser Cache „kleine Erholung“ genannt wird. Allerdings hatten wir eine riesen Erholung nötig, als wir endlich wieder unten ankamen. Einige male landeten wir in einer Sackgasse. Das Dornengestrüpp hat ans Märchen „Dornröschen“ erinnert: es war ohne Machete unüberwindbar. Die Idee, sich einfach durch das Gestrüpp hindurchzuzwängen, wurde ziemlich schnell aufgegeben, nachdem Karin mehrere Dornen im Allerwertesten hatte. Wir suchten einen Weg zurück zur Felswand und kletterten wie die Gämsen hinunter. Angesichts der dornigen Alternative war Niks Höhenangst für einmal kein allzu grosses Problem. Nach 45 Minuten erreichten wir endlich wieder unser Elsi und wir machten uns hungrig auf die Suche nach etwas Essbarem. Was hätten wir nicht für eine Pizza gemacht! Ok, nein, wir wären nicht noch einmal den Hang hinuntergestiegen, aber sonst hätten wir beinahe alles getan. In Bastia angekommen stellten wir fest, dass es pro Parkplatz mindestens fünf Autos hat und die Parksituation dementsprechend chaotisch ist. Wir hatten am Samstag wohl riesiges Glück, dass wir so schnell einen Parkplatz in der ersten Reihe ergattern konnten! Nachdem wir die halbe Stadt um- und durchfahren hatten, wurden auch wir zu Parksündern. Rücksichtslos parkierten wir in der zweiten Reihe unmittelbar gegenüber einer Pizzeria. Leider war die Takeaway Pizza der kulinarische Tiefpunkt unserer Ferien und so deckten wir uns ein wenig später in einer Bäckerei noch mit einem Dessert ein. Elsi hatten wir dieses Mal beinahe legal parkieren können. Anschliessend stellten wir uns im Hafen in eine Ecke und warteten, dass wir auf die Fähre durften. Wir waren beide froh, als es endlich so weit war.

Nachdem wir die Fähre ausgiebig ausgekundschaftet und unseren Apéro auf dem Deck direkt hinter der Brücke genossen hatten, gab es nach zweieinhalb Wochen endlich wieder einmal Pommes Frites. Leider hatten sie das Essen wohl schon auf der Hinfahrt gekocht und es war dementsprechend schlampig. Zwei kulinarische Nieten an einem Tag! Hätten wir doch bloss lieber wieder in der Kabine gekocht. Als Trösterli tranken wir in der Panorama Bar noch ein Pietra, während das Schiff den Hafen und somit Korsika verliess.

Dienstag 20.10.
Pünktlich um 06h00 wurden wir durch die Schiffssirene geweckt. Hätten wir in dem Kajütenbett Platz gehabt, wären wir vor Schreck wahrscheinlich gleich gestanden. Die Sirene war so laut, dass wir beinahe befürchteten, das Schiff ginge unter. Es blieb mehr als genug Zeit übrig, ausgiebig zu duschen und zu packen bevor wir zu Elsi durften und die Fähre verlassen konnten.
Die Fahrt nach Hause verlief reibungslos. Die Sichtung eines lesenden Fahrers auf der italienischen Autobahn war das einzige Highlight. Vorallem Karin konnte kaum glauben, was wir beim Überholen sahen. Der Kerl hatte tatsächlich ein Buch auf dem Steuer und hat seine Lektüre Offensichtlich genossen. Nik wollte Karin nicht testen lassen, ob sie das auch kann. War wohl auch besser so!

Der Pass des Grossen St. Bernhard war zwar offen, aber die Passtrasse war wegen Bauarbeiten geschlossen und so mussten wir durch den teuren Tunnel. Vielen Dank, lieber TCS. Grrr.

Zuhause ging es ans auspacken, versorgen und Wäsche sortieren, denn Nik durfte ja am nächsten Morgen wieder seinem Hobby fröhnen gehen.

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Elsass 2009: Karin’s Geburtstag Jan 17

Letztes Wochenende waren wir ein paar Tage im Elsass. Am Donnerstag Abend gab mir Nik drei Couverts. Nachdem ich das Couvert mit dem Blümchen ausgewählt hatte, ging es los. Im Couvert stand der Name des ersten Campingplatzes: Les Sources. Das sagte mir natürlich nicht viel. Als es dann aber Richtung Basel ging, wurde mir klar, dass wir ins Elsass fuhren. Dort wollte ich schon lange einmal hin und Nik hat mich nun zu meinem Geburtstag mit einem tollen Wochenende in dieser schönen Region überrascht. Zuerst ging es auf der Route des Vins nach Colmar, welches wir per Touristenzug erkundeten. Wieder auf der Route de Vins ging es weiter zur Haut-Königsbourg. Eine schöne Burg! Auf der Route de Crêtes entdeckten wir eine Silbermine, die erst dieses Jahr als Musem eröffnet wurde. Interessant und vielfältig gemacht, verbrachten wir über 2 Stunden in diesem „unter Tag“ Museum. Den Geburtstags-(Flamm)Kuchen gab es auf einem hübschen Campingplatz direkt am See. Selbst der Regenschauer nach dem Znacht konnte unsere Freude über einen weiteren schönen (Geburts)Tag nicht dämpfen. Auf dem Nachhauseweg entdeckten wir dann Decathlon, unser neues Lieblingsgeschäft. Da wir über 2 Stunden mit Shoppen verbrachten, kamen wir in Basel und Egerkingen kurz in den Stau und daher relativ spät nach Hause. Dort erwartete mich eine grosse Überraschung: die ganze Wohnung war dekoriert und ein feines Znacht erwartete uns. Alt werden ist gar nicht so schlecht 😉 Alles in allem ein super Wochenende und ein gaaaanz schöner 30. Geburtstag!

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Pfingsten 2009 Jan 17

Wie jedes Jahr sind wir an Pfingsten nach Saignelégier campen gegangen.

Am Samstag Mittag ging’s nach Gumois zum Fisch essen. Ich muss dem Wirt mal einen Tipp geben, dass es auch Rindsfilet und Kartoffegratin gibt.

Sonntag Abend gab’s das obligate Fondue über dem Feuer. Lecker und immer lustig.

Man sieht sich nächstes Jahr am selben Ort.

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Auffahrt 2009 Jan 17

Wir genossen das herrlich Wetter und die wunderschöne Landschaft entlang des Doubs auf schweizer und französicher Seite.

Die ersen beiden Nächte verbrachten wir auf dem Camping La Tariche. Natürlich stand auch ein Bummel durch St. Ursanne auf dem Programm, sowie eine Wanderung entlang des Doubs.

Geendet hat der Ausflug in Les Fuvette am Lac de Saint Point(F).

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Swiss Travel Festival 2009 Jan 17

Vom 24.bis am 26. April waren wir am Swiss Travel Festival. Es gab einige sehr spannende Vorträge:

Mit einem auf Altöl umgebauten Mercedes Benz Jahrgang 1981 vom Nordkap bis nach Sydney.
Mit dem Posttöffli „Lucy“ über die Route 66.
Mit dem LandCruiser um die Welt

Zum ersten Mal trafen wir auch auf andere Mitglieder vom VWBusForum. Die Abende ums Feuer waren extrem gemütlich und wir waren erstaut wie weit verbreitet die Kerzli-Raclette-Öfelis sind.

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

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Tour de Suisse 2009 Jan 17

Donnerstag, 30. Juli
RheinfallNach einem kurzen Stopp im Basler Stau erreichten wir mit etwas Verspätung den Flughafen und konnten Debbie, Tim und ihr Gepäck einladen. Nach kurzen Stopps am Rheinfall und in Stein am Rhein ergatterten wir den letzten Platz auf dem Campingplatz von Kreuzlingen. Auf dem Campingplatz hatte es für unseren Geschmack viel zu viele Leute, dafür war das angrenzende Bad fast menschenleer und wir konnten so die frisch renovierte Anlage ausgiebig nutzen.

Nach einem kühlen Bier im Strand ging’s ans Päckli auspacken. Debbie und Tim haben uns ein komplettes Set an Geschirr und Besteck mit VW-Bus Motiven mitgebracht. An dieser Stelle nochmals vielen Dank! Nach dem Wurstfestival ging’s zu Bett.

Freitag, 31. Juli
Nach einem ausgiebigen Brunch und dem Abwasch des neuen Geschirrs machten wir uns dem See entlang Richtung Österreich, wo wir uns mit frischen Vorräten versorgten, bevor wir via Liechtenstein zurück in die Schweiz fuhren. Nach dem obligaten Stopp im Fabrikladen von Grischuna erreichten wir die Rodelbahn von Pradaschier. Wie gönnten uns den nicht gerade günstigen Spass auf Europas längster Sommerrodelbahn.

Schliesslich erreichten wir den Campingplatz Julia in Savognin. Da wir nicht nur mit Elsi unterwegs waren, sondern auch ein Zelt dabei hatten, entschieden wir uns für die Wiese neben dem Tennisplatz. Nach einem kurzen Abstecher für ein Bier rüber an den Badesee „Lai Barnagn“, machte Tim seine berühmt-berüchtigten Burgess, welche uns sehr gut schmeckten. Nachdem wir unseren neuen Nachbarn beim langwierigen Prozess des Zeltaufbaus zugesehen haben, war es schon wieder Zeit fürs Bett. Schliesslich mussten wir am Samstag morgen in der Früh Mountain Carts erobern!

Samstag, 1. August
Heute war Tims Geburtstag und Mountain Carts-Tag! Wir standen schon früh vor dem Sportgeschäft, wo es die Mountain Carts gibt, an und konnten gerade noch die letzten 4 Carts ergattern. Nach der Schlacht um die Carts gab es Frühstück und dann ging’s hinauf und runter mit den Carts. Die Fahrten wurden immer schneller und das Material litt! Unsere Kamera brauchte nach den Unmengen von Staub liebevolle Zuwendung, Tims neue Videokamera hat den Trip in die Schweiz nicht überlebt und die Carts tönten auch nicht mehr so wie vorher. Dieses Jahr war neu, dass die Carts am Mittag umgetauscht werden mussten und so machten wir uns mit unseren Monster-Roller auf den Weg nach Radons, wo es für jeden eine Portion Älplermakronen gab.

Nach der Abfahrt ins Tal hatten wir Glück und konnten nochmals unsere Monster-Roller für Carts umtauschen. Debbie und Karin gingen Mountain cartschon früher zu Elsi und dem Zelt zurück, um sich für den sicherlich späten Abend etwas auszuruhen. Dort angelangt, wurden sie von zwei Zürcherinnen unterhalten, die (während dreier Dress Changes) versuchten, ein Zelt aufzustellen. Als Tim und Nik (sehr) viel später auch zurückkamen, gaben es die zwei Mädchen endgültig auf. Sie packten ihre Sachen zusammen und fuhren wieder in die Zivilisation zurück. Ein Abend in Chur schien ihnen vielversprechender zu sein… Nach der Hitze und dem Dreck gönnten wir uns ein erfrischendes Bad im Badesee „Lai Barnagn“. Nun wurde es aber Zeit für das Nachtessen und wir übergaben Tim unser Geburtstagsgeschenk: zwei Candle-Light Raclette und natürlich eine Schweizer Fahne!

Natürlich hatten wir alle Zutaten für ein richtiges Raclette dabei und zur Feier des Tages öffneten wir die zwei Flachen Champagner aus dem Duty-Free-Shop, welche Debbie und Tim mitgebracht haben. Nachdem wir vorzüglich gespiesen haben und die übrig gebliebenen Kartoffeln auf lustige Weise entsorgt hatten, schauten wir einigen Feuerwerkern zu, bevor es zurück zu Elsi und dem Zelt ging. Dort haben auch wir unseren Zuckerstock den Göttern geopfert. Nach dem erfolgreichen Versuch Marshmallows über dem Gaskocher zu bräteln, ging es ins Bett.

Sonntag, 2. August
Badesee? Nicht nur wir wurden vom Regen überrascht, sondern auch unsere zahlreichen Nachbarn. Im Gegensatz zu deren Zelte, war Debbies und Tims Zelt aber richtig aufgestellt. Mit Erstaunen stellten wir fest, dass es sich auf einem 750. — Franken North Face Zelt ein richtiger See bilden kann und dass sich Wanderschuhe sehr schnell mit Wasser füllen können, wenn man sie vor dem Zelt am richtigen Ort hinstellt. Die kurze Sonnenphase reichte, um unser Zelt zu trocknen und so machten wir uns auf den langen Weg Richtung Bern. Nach dem Abendessen besuchten wir Bernaqua und stellten fest, dass die Rutschbahnen eine akustische Unterstützung brauchen. Die haben wir natürlich gerne geliefert!

Montag, 3. August
RegenbrunnenDer Montag stand unter dem Motto: Montag ist Schontag! Nachdem wir ausgeschlafen hatten, erkundeten wir Bern. Das heisst: Mittagessen in der Markthalle, Liftfahren im Vaucher, Bier im Tramdepot, Bernshow und zahlreiche Stopps in diversen Läden und Shops. Nach dem Abendessen machte Debbie uns „deep fried Mars bars“, welche wir zum ersten Mal in Schottland getestet haben. Auch Marshmallows kann man übrigens frittieren, die Mars schmecken aber besser.

Dienstag 4. August
Hunger?Nachdem wir unsere sieben Sachen ins Elsi geladen hatten, ging es zu Cailler nach Broc. Mit Schokolade bis obenvoll ging es überland weiter via Murten auf den Chasseral. Leider hatten sie die Berge reingenommen und wir konnten nur den Blick übers Mittelland geniessen.

Leider hatte der Campingplatz in Saignelegier kein schönes Pätzchen mehr und so wurde mit 3 zu 1 Stimmen zu Gunsten einer Nacht im Tipi entschieden. Nachdem wir gemütlich ein Fondue gegessen haben, beendeten wir den Abend mit einem gemütlichen Marshmallows-Bräteln im Tipi.

Mittwoch 5. August.
Grillen am DoubsDer Mittwoch war leider auch der letzte Tag unseres kurzen Trips durch die Schweiz. Nachdem wir gemütlich gefrühstückt hatten, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Weg Richtung Basel. Die Reise führte uns am Doubs entlang, wo wir auch eine Mittagsrast einlegten und Cervelats über dem Feuer grillten, bevor wir den Rest der Marshmallows verputzten. Nach einem kleinen Umweg über Frankreich erreichten wir den Flughafen von Basel kurz vor vier Uhr und nach einem Bier ging es leider schon ans Abschiednehmen. Wir alle waren traurig, dass die schöne Zeit schon vorüber war. Wir freuen uns aber schon aufs nächste Mal, wenn wir zusammen Fondue, Marshmallows, Bubbles, etc. geniessen können. Leider ist das Wann und Wo noch offen, aber es geistern schon ein paar Ideen rum!

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Tessin 2009 Jan 17

Da Nik bei der BKW gekündigt hatte und darum noch ein paar Ferientage verbrauchen musste, haben wir uns entschlossen, für eine Woche ins Tessin zu fahren und uns auf dem Camping Delta niederzulassen und etwas vom sonnigen Frühlingswetter zu profitieren.

Nebst dem gemütlichen Nichtsmachen im neuen Vorzelt haben wir auch einige Abstecher gemacht:

  • Der Markt in Luino ist auf alle Fälle eine Reise wert -> grosses Portemonnaie mitnehmen!
  • Das Verzascatal ist landschaftlich sehr reizvoll und die Staumauer für Nik’s Geschmackt viel zu hoch.
  • Das SwissMiniature war der Flop schlecht hin. Ein Besuch lohnt sich nicht und ist schade für Zeit und Geld! Die Anlage ist veraltet und schlecht instandgehalten.
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    Dresden 2009 Jan 17

    Angefangen hat unsere Reise in den Osten gar nicht gut! Als unser Flug von Zürich nach Frankfurt auf später verlegt wurde, haben wir die Mitarbeiter unserer ehemals nationalen Fluglinie zweimal freundlich darauf hingewiesen, dass wir den Anschlussflug nach Dresden verpassen werden. Sie sollten uns doch auf den Direktflug umbuchen, der zwar auch Verspätung hatte, aber eben von Zürich direkt nach Dresden fliegt… Die Antwort der licht- und arbeitsscheuen Mitarbeiter war: Das Operationscenter in Fankfurt hat alles im Griff und die werden sich schon melden, falls es nötig wird. In Frankfurt bekamen wir anstelle eines Weiterfluges dann halt ein Zimmer im Intercity Hotel.

    Donnerstag
    In Dresden wurden wir von Tonis Mutter abgeholt und zusammen gingen wir zuerst einmal Frühstücken. Gestärkt konnten wir dann den Stadtbummel in Angriff nehmen. Das Stadtzentrum von Dresden wurde am 13. Februar 1945 durch den alliierten Luftangriff fast vollig zerstört. Fast 50 Jahre standen die Ruinen als Erinnerung mitten in der Stadt. Nach der Wende wurden die meisten historischen Gebäude nun neu aufgebaut.

    Die Innenstadt ist eine sehr schöne Mischung aus renovierten Gebäuden im barock und renaissance Stil und modernen Gebäuden. Das Grüne Gewölbe und die Frauekirche haben wir uns von innen und aussen angesehen, die Semperoper, der Zwinger, der Kulturpalast, die Hofkirche und all den Resten nur von aussen. Wir mussten ja etwas für unseren nächsten Besuch übrig lassen!

    Das Nachtessen gab es im Sophienkeller. Wir wissen nun, wieso ein Amerikaner namens Obama auch dorthin ging. Ein Besuch dieses riesigen Gewölbes lohnt sich nicht nur wegen dem sehr guten Essen, sondern auch wegen der Innendekoration.

    Freitag
    Nach den kulturellen Höhepunkten vom Vortag standen heute die landschaftlichen Reize auf dem Programm. Es startete mit dem Sachsenstein, welcher Nik viel zu hoch war, aber auch er hat’s bis oben geschafft! Das Mittagessen wurde auf dem Papststein serviert wo es nicht nur sehr gutes Essen, sondern auch eine super Aussicht gab. Weiter ging’s Richtung Bastei wo wir mit der Fähre ans andere Ufer mussten. Nach einem kurzweiligen Aufstieg mit zahlreichen Aussichtspunkten besuchten wir die Felsenburg bevor es über die bekannte Steinbrücke zum Aussichtspunkt weiter ging. Bei Bier und Kuchen konnten wir uns vom Aufstieg erholen und Nik sich von den schwindelerregenden Höhen.

    Für den Abend hatte Toni Tickets für die Felsenbühne Rathen organisiert. Das Wetter meinte es nicht so gut mit uns und kurz vor der Pause setzte Regen ein. Bis anhin dachten wir immer Romeo und Julia sei eine Tragödie, doch in der durch das Wetter stark gekürzten (lustigen) Version gab es am Ende ein Happy End: Romeo und Julia haben geheiratet und niemand musste sterben! Geht doch.

    Samstag
    Nach einem ordentlichen Frühstuck ging es nach Meissen in die Porzellan Manufaktur. Die handwerkliche Leistung ist beeindruckend, aber die Resultate vertragen sich weder mit unserm Portemonnaie noch mit unserem Geschmack. Nach dem obligaten Stop für Kaffee und Kuchen mit echtem Meissner Porzellan ging es weiter zum Schloss Wackerbarth. Nach einer Führung durch die Erlebniswinzerei konnten wir noch den hier produzierten Wein kosten. Der Wein ist vielversprechend, doch richtig überzeugt hat er uns nicht und so wurden wir von hohen Investitions-Kosten verschont.

    Zum Nachtessen ging es in die nahe Tschechei. Wie versprochen war des Essen sehr gut und das Wetter zeigte sich Zinnwald typisch – „chaut und gruusig“. Die Tschechei sollten wir aber wohl trotzdem auf die „To-See“-Liste stellen.

    Sonntag
    Leider ging es schon wieder nach Hause. Im Gegensatz zum Hinflug klappte der Rückflug problemlos. Bei der Einreise war der Zöllner in Zürich am Bubble-Games spielen und wollte nicht abgelenkt werden.Schade, denn für einmal hatten wir nichts, aber auch gar nichts zum Schmuggeln dabei!

    Wir haben die Zeit bei den Freytags in Dippodiswalde sehr genossen. Gegessen haben wir viel und sehr gut; diie Leute und Landschft rund um Dresden haben uns positiv überrascht und wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

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    VW-Bus Treffen Schwarzsee 2009 Jan 17

    Freitag, 25.09.2009
    Feuer & BierAm Freitag nachmittag ging es direkt von der Arbeit ans letzte VW-Bus Treffen der Saison nach Schwarzsee. Nach einem kleinen Stopp beim Bauhaus, wo wir uns mit Juan trafen, ging die Fahrt weiter durchs Friburgerland Richtung Schwarzsee.

    Auf dem Gelände angekommen, wurden wir vom Ordnungsdienst direkt zu unseren Freunden vom VW-Bus-Forum eskortiert. Einige Gesichter kannten wir schon, einige kannten wir nur vom Lesen. Vollmond hatte bereits am Vortag den besten Platz auf dem Gelände reserviert und die Plane war auch schon über die Mitte der Wagenburg gespannt worden. Der Grill war schon auf Betriebstemperatur und das erste Bier wurde uns angeboten. Kurz: der perfekte Empfang.

    Nachdem noch ein paar weitere Forums-Büssli eingetroffen waren, ging das grosse Grillen los und auch die Feuerschale wurde in Betrieb genommen. Wir sassen bis in die Morgenstunden um das Feuer und genossen die gute Stimmung und ein paar Biere.

    Samstag, 26.09.2009
    Da fehlt mir noch etwas KleingeldNachdem wir uns geduscht und gestärkt hatten, machten wir uns auf Entdeckungsreise über das Gelände. Wir konnten alle möglichen Arten von Büsslis bestaunen, von welchen es einige sehr schöne Modelle gab und wir konnten auch ein paar neue Ideen für unser Elsi sammeln. Zum Mittagessen kochte Steph ein feines Ragout mit Kartoffelstock.

    Am Nachmittag zwängten wir uns zu elft in „Mykolegs“-T2, um am anderen Seeende die Sommerrodelbahn auszuprobieren. Die Rodelbahn war ein für uns noch unbekanntes Einschienen-System. Wir konnten für 9 Fr. zweimal fahren, aber die Bahn ist nicht wirklich der Hammer und die Fahrt war recht ruppig und trotz Vollgas kam nicht so richtiges Rodelfeeling auf. Für die Rückfahrt stoppten wir kurzerhand einen T4 der ans Treffen fuhr und so waren wir in ein paar Minuten wieder zurück.

    Am Abend gab es das traditionelle Candlelight Raclette. Nach dem Essen gab es ein Feuerwerk und wir genossen auch an diesem Abend bis spät in die Nacht das gesellige Zusammensein rund ums Feuer.

    Sonntag, 27.09.2009
    Am Sonntag nutzten wir nochmals die Gelegenheit, um etwas auf dem Gelände herumzuspazieren und die vielen Busse zu bestaunen, bevor wir uns ans zusammenräumen machten.

    Forums-BüssliAn der Preisverleihung bekam das Forum noch den Pokal für den grössten anwesenden Club. Naja, eigentlich sind wir ja kein Club, aber den Pokal haben wir trotzdem genommen. Nach dem Mittagessen stellten wir alle noch anwesenden Forums-Busse in einem Halbkreis auf und machten noch einige Fotos. Anschliessend machten wir uns im Konvoi auf den Heimweg. Wir genossen die Aussicht auf die Büsslis von der hintersten Position aus.

    Der VW Bus Club Bern hat sehr viel Arbeit in das Treffen gesteckt und so hat aus unserer Sicht alles perfekt geklappt. Eigentlich schade, dass dies das letzte Treffen am Schwarzsee gewesen sein soll. Uns hat es auf jeden Fall sehr gefallen und wir würden uns auf ein weiteres Treffen freuen.

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