Subscribe RSS

Archive for the Category "VW-Bus"

Swiss Travel Festival 2011 Jan 16

Lagerfeuer am STFAn diesem Weekend stand nicht nur perfektes Wetter, sondern auch das STF auf dem Programm. So machten wir uns am Freitagnachmittag auf den Weg nach Maierskappel. Als wir eintrafen, standen schon einige Büssli in Reih und Glied, andere folgten etwas später. Der Freitagabend startete mit dem traditionellen Käseschmelzen und nach dem enttäuschenden Vortrag „Neuseeland und zurück – im Rollstuhl“ endete der lange Abend am Feuer.

Der Samstag startete mit einem gemütlichen Frühstück. Anschliessend folgte der eher schwache Workshop zum Thema „Reisefotographie“. Danach wurden die Vorträge zum Glück besser. Im Vortrag „unglaubliches Peru“ von Ingo Hofmann (http://www.zebrastreifen.com/) sahen wir super Fotos aus Peru und Peter Egger erzählte uns am Abend von seiner Reise zu Fuss um die Welt. Den Rest des Abends liessen wir wieder am Feuer ausklingen.

Der Sonntagmorgen kam leider viel zu früh. Nach dem ausgiebigen Morgenessen und dem ersten Vortag über ein Hilfswerk in der Mongolei, machten sich einige Büssli-Crews bereits auf den Rückweg. Wir schauten uns noch den Vortrag „mit den Fernwehfahrern nach Indien“ (http://www.fernwehfahrer.ch/) an, bevor auch wir uns auf den Heimweg machten.

Category: Fotos, Swiss Travel Festival, VW-Bus, Weekends  | Comments off
Herbstferien 2010: Mittelmeer Jan 20

Nach der Arbeit am Mittwoch ging es Richtung Tessin los. Vor dem Gotthardtunnel stellten wir fest, dass der Tunnel seit 10 Minuten geschlossen war. Also machten wir uns auf den Weg über den Pass. Auf dem Campingplatz in Locarno warteten bereits Andrea und Kusi und zeigten uns den Weg auf unseren Platz.

Am Donnerstag gab es Frühstück bei den Jordischen Grosseltern im gemieteten Wohnwagen. Danach stand der Ausflug auf den Monte Tamaro auf dem Programm. Nach zahlreichen Fahrten auf der Rodelbahn, dem Besuch der Botta-Kapelle und dem Zwischenhalt im Restaurant, war es auch schon Zeit für die Rückkehr nach Locarno, wo wir am Seeufer das Apero genossen. Am Strand musste natürlich auch gleich ein wenig „gsändälät“ werden. Nik zog eine Linie um seine Grube und erklärte Paddy, dass dies nun „Nik-Baustelle“ sei. Der kleine Paddy hat daraufhin seine Baustelle auch abgegrenzt. Aber so, dass Nik grosse Augen machte und alle anderen vor Lachen beinahe in den See gefallen wären. Wie der kleine Baumeister das gemacht hat? Tja, das schreiben wir hier nicht. Nur eines: manchmal übertrifft der Lehrling eben seinen Meister! 😉 Zum Abendessen gab es etwas Feines aus der Pizzeria des Campings.

Am Freitag ging es für uns weiter Richtung Süden und für Jordis Richtung Norden. In Savona angekommen, deckten wir uns mit Essen und Wein ein und machten auch einen kleinen Stopp im Decathlon, wo wir aber nichts einkauften (ein ganz komisches Gefühl, den Decathlon mit leeren Händen zu verlassen). Die Suche nach einem schönen Campingplatz führte uns entlang der italienischen Rivieraküste. Kurz vor dem Eindunkeln gaben wir die Suche auf und übernachteten auf einem typischen italienischen Abstell, äh Campingplatz. Am Morgen war die italienische Küste trotz super Wetter immer noch Trist und so entschieden wir uns nach einigen Versuchen, die Schönheit dieser Küste zu finden, die Fahrroute auf die Autobahn zu verlegen. Wenig später kamen wir in Frankreich aus dem Tunnel und wir staunten: was ein Tunnel ausmachen kann! Die Farben schienen prächtiger, die Häuser nicht mehr verlottert, sogar das Meer schien hier blauer als auf der italienischen Seite des Tunnels zu sein. Aber Monacco und Nizza sind überbaut und obwohl es dort sicher einige schöne Flecken gab, entsprach die Küste erst nach Nizza unseren Erwartungen. In Agay fanden wir endlich einen ersten schönen Campingplatz. Dort trafen wir auch einige sehr freundliche Schweizer, die uns irgendwie bekannt erschienen (Saignelégier!), und die uns zum Bleiben überreden wollten. Wir wollten aber noch ein wenig weiter und so fuhren wir, entgegen den Ratschlägen, am nächsten Tag weiter Richtung le Lavandou auf einen riiieeeeeeeeesssssssssssssssiiiiigggggggggggeeeeeeeennnnn Campingplatz. Dort fanden wir nach einigem Suchen ein Plätzli mit Meersicht, zwischen Deutschen-Hardcore-Wohnwagencamper zur Linken und zur Rechten, das uns für einige Tage als Heimat diente.

Nachdem die Hängematten aufgehängt waren, konnte das Entspannen beginnen. Natürlich wurde uns bald langweilig und wir machten einen Ausflug mit den Velos nach Le Lavendou, wo wir direkt auf dem Strand ein vorzügliches Mittagessen bekamen. Auf der Rückfahrt direkt am Stand entlang, buchten wir für den nächsten Tag noch einen Tauchgang. Der Rest des Tages verbrachten wir beim Essen und Trinken, oder in der Hängematte.

Am nächsten Tag mussten wir früh raus, denn es stand ja der Tauchgang auf dem Programm. Nachdem wir die übliche Materialschlacht hinter uns gebracht hatten, ging es mit dem Boot los. Nach 50 Minuten auf 15 Meter Tiefe war der Spass schon wieder vorbei und es ging zurück. Nach einem unterdurchschnittlichen Essen in einem Restaurant am Hafen warteten die Hängematten auf uns.

Nach ein paar Tagen faulenzen am Meer, ging es nun Nordwärts an den Lac de Saint-Croix, wo wir für ein paar Tage unser Basislager in Les Salles aufschlugen. Am nächsten Tag ging es rund um die imposante Schlucht des Verdon. Tags darauf trauten wir uns sogar mit einem Kayak in die Schlucht.

Leider war es dann auch schon wieder Zeit, um auf Napoleons Spuren nach Hause zu tuckern. In Grenoble gab es einen letzten Einkaufsstopp. Dieses Mal verliessen wir den Decathlon nicht mit leeren Händen!

Fazit: So gut wie uns Frankreich gefallen hat, so enttäuscht waren wir von Italien. Und Ferien sind immer zu kurz!

Category: Unterwegs, VW-Bus  | Comments off
Saisonende 2010: les Cerneux Jan 20

Am Freitag Abend ging es trotz etwas angeschlagenem Elsi los. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon auf dem Campingplatz von les Cerneux, wo uns der Koch in Empfang nahm. Leider ohne Häppchen. Einige Minuten später trafen auch schon Simone und Geburtstagskind Andy ein. Nachdem wir unser Platz bezogen hatten, stellten wir schnell das beheizbare Vorzelt auf und der Son of Hibachi wurde eingeheizt. Kurz darauf war auch schon das Fleisch auf dem Grill zum Verzehr bereit und so kämpften wir uns durch den Fleischberg zum Salat durch. Mit einiger Verspätung ging es dann in den Hotpot des Campingplatzes, wo wir uns während mehr als zwei Stunden kochen liessen. Nachdem wir den etwas zulang gebackenen Geburtstagskuchen (andere Geschichte) probiert hatten, ging es in Bett.

Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück machten wir eine Wanderung zur Ruine Spiegelberg, wo es natürlich einen Cache gibt. Dieser Cache ist aber nichts für Leute mit Höhenangst! Wie das WC übrigens auch nicht. Die Aussicht auf den Doubs war eindrücklich und die herbstlichen Bäume waren wunderschön. Einmal mehr stellte sich die Frage, warum so viele Leute nach Neuengland in den USA fahren, um den Indian Summer zu erleben. Bei uns ist es mindestens genauso schön! Auf der Rückfahrt stoppten wir, um ein anständiges Apéro einzukaufen. Die Wanderung hatte uns alle hungrig gemacht! Zurück im beheizten Vorzelt wurde der Apéro verspiesen und eine Flasche Crémant geleert. Nach ein paar Runden Kupp mit taktischer Schwächung der Frauenmannschaft, war es auch schon Zeit für Kerzli Racelette. Der Abend endete wir der vorherige im beheizten Hotpot.

Auf der Rückfahrt traf in Biel das Erwartete ein: das Schalten funktionierte nicht mehr! Wir mussten Elsi vom Kreisel schieben, was zum Glück schnell ging, da es unmittelbar am Kreisel eine Tankstellte hatte. Der TCS war schnell zur Stelle und liess nicht lange mit der Diagnose auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass das Problem nicht wie vermutet beim Getriebe, sondern bei der Kupplung lag. Da das Schalten nach der kurzen Abkühlung wieder möglich war, ging es weiter auf die Autobahn und von dort im vierten Gang zu der Garage von Marcel. Nachdem Elsi bei ihrem Wellnesshotel parkiert war, ging es für uns weiter an den Caravan Salon. Die Auswahl an brauchbaren Wohnmobilen war im Promillebereich, dafür gab es doch einige komische Besucher, die wir uns nur schwer in der Wildnis vorstellen können. Und dann gab es noch einen Besucher, der wollte doch tatsächlich mehr WC Papier fürs WoMo WC. Die arme Verkäuferin ärgert sich bestimmt heute noch, hihi!

Category: Jura, Unterwegs, VW-Bus, Weekends  | Comments off
Sattelegg 2010 Jan 20

Nachdem wir mit Nik‘s Eltern die drei Seen befahren und das super Wetter genossen hatten, machten wir uns auf den Weg durch den Freitag-Feierabend Verkehr zur Sattelegg. Wir trafen kurz vor dem Eindunkeln in der Sattelegg ein und konnte so noch ein paar wage Blicke auf die wunderschöne Landschaft werfen. Nachdem wir uns eingerichtet und alle Anwesenden begrüsst hatten, setzten wir uns ans Feuer und machten das, was wir an VW-Bus-Treffen am Feuer immer machen.
Am Morgen wurden wir ziemlich abrupt von der Sonne geweckt und mit schlaftrunkenen Augen genossen wir den herrlichen Morgen und das SUPER Panorama. Wir bauten unseren Frühstückstisch zu vorderst an der Parkplatzkante auf und genossen den milden Morgen mit einem leckeren Z’morgen, während wir langsam von den Tagestouristen eingeparkt wurden.

Nun war es Zeit für eine kurze Wanderung auf den nächsten „Hoger“, von wo aus wir Blick auf das östliche Alpenpanorama, die Zentralschweizer Berge und den Züri-und Sihlsee hatten. Pünktlich zum Zmittag waren wir zurück und konnten uns dem regen Treiben auf dem Treffen und dem angrenzenden Parkplatz widmen.
Nach dem Apéro und dem Eintreffen der Fiat-Lux war es Zeit, den Grill anzuwerfen und Luft in die Gläser zulassen. Natürlich gab es wieder ein Feuer und wir machten auch diesen Abend, was wir immer machen.

Der nächste Morgen meldete sich wie der letzte mit einigen hunderttausend Watt Licht direkt von vorne und ungebremst durch den kleinen Spalt im Vorhang. Nachdem wir erneut das schöne Wetter und das super Panorama genossen hatten, wartete bereits das Zmorgenbuffet im nahen Restaurant auf uns. Das Zmorgenbuffet war der Hammer und es lohnt sich nur schon wegen dem Buffet, auf die Sattelegg zu fahren. Kurz vor dem Platzen wurde es Zeit, die Aufmerksamkeit vom Buffet weg auf den Parkplatz zu verschieben, denn dort startete das nächste Schauspiel. Parken ohne Hirn und Weitsicht. Es tat sich einmal mehr der Abgrund der menschlichen Dummheit auf.

Nachdem wir uns (vom vielen Lachen und Essen) erholt hatten, mussten wir leider schon packen und uns auf den Weg nach Hause machen. Unterwegs gab es noch einen kleinen Zwischenstopp bei Simones Eltern, aka Fiat Lux.
Die Sattelegg war für uns sicher das beste Treffen in dieser Saison. Danke Renato fürs Organisieren! Wir kommen das nächste Mal sicher wieder!

Category: Unterwegs, VW-Bus, Weekends  | Comments off
Cudrefin Jan 20

Nachdem Elsi nun einen weiteren Wellness-Urlaub in der Gilgischen-Automanufaktur hinter sich hatte, ging es endlich wieder einmal auf Fahrt mit Elsi.

Der Wetterbericht meldetet Sommer und so entschieden wir uns für ein Weekend am See. Am Freitagabend packten wir Elsi und machten uns auf den Weg nach Cudrefin.

Der Camping war (noch) fast leer und wir freuten uns auf ein geruhsames Weekend. Schnell aufstellen und chillen! Wir merkten aber bald, dass wir massiv aus der Übung sind. Zum Glück konnten wir Zeit beim Tortellini-Kochen schnell aufholen. Das romantische Weintrinken am See hinterliess einige Souvenirs… In Form von Mückenstichen!

Nach dem ausgiebigen Frühstück schwingten wir uns auf unsere treuen Drathesel und machten ein kleines 10km Ausfährtchen mit Stopps zum Geocachen. Die Fahrt entlang des Broyekanals lohnte sich, aber leider hinterliess die holprige Strecke auf dem Velosattel auch einige Souvenirs. Nach einem Panaché-Stopp ging’s weiter nach Cudrefin, wo wir uns beim Fischer mit einer Frittüre du Lac eindeckten.
Am Nachmittag traf Susanne ein und nachdem ihr Zelt aufgestellt war, machten wir uns auf den Weg zum Stand. Der See war trotz der Hitze erstaunlich erfrischend.
Nun war es aber schon bald Zeit für den Apéro. Dank Susannes Superplatz direkt am Wasser hatten wir ein wunderschönes Plätzli für Wein und Mozarella. Dann musste der Grill in Betrieb genommen werden. Nachdem eine Flasche Wein, ein Kilo Fleisch, sowie ein Salat verspiesen war, wälzten wir uns vollgestopft ins Bett.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, Susanne brachte Brot für die halbe Schweizer Armee, packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Heimweg. Natürlich hielten wir unterwegs bei einigen Geocaches an.

Category: Seeland, Unterwegs, VW-Bus  | Comments off
Pfingsten 2010 Jan 20

Wie jedes Jahr ging es an Pfingsten nach Saignelegier. Simone reiste schon am Donnerstag an um Karin beim Einkaufen zu helfen, Andy widmete sich derweil noch seinen schulischen Verpflichtungen und kam erst am Samstagabend. Toni brachte nicht nur seine Verlobte mit, sondern auch noch seinen Bruder mit seiner Verlobten. Natürlich kamen auch Karins Schwestern, Schwager, Gottibueb und Urs, der aber noch am Freitagabend eine Fussballniederlage erleben durfte.

auf dem weg zur Niederlage!Pfingsten war ganz traditionell mit einem Mittagessen in Goumois, einer Wanderung zum nahen Moorsee und Fondue über dem Feuer. Neu war dieses Jahr nur der Einkauf im CCA und die Kupp-Meisterschaft, wobei sich die Damen-Mannschaft nicht gerade mit Ruhm bekleckerte.

Category: Jura, Unterwegs, VW-Bus  | Comments off
Ostern 2010: Elsass und Schwarzwald Jan 20

Nachdem Elsi vom Carroserist zurück war, musste alles wieder eingeräumt und Elsi für die neue Saison startklar gemacht werden. Leider blieb einiges auf der Strecke und das Austauschen des Teppichs im Cockpit erwies sich als etwas heikel bis ungeeignet.

Ostern starteten wir mit dem traditionelle Eiertütschen am Freitag beim PAK im Garten. Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg ins Elsass. Kurz vor Basel bekamen wir das genaue Ziel von Piisli und Luna per SMS mitgeteilt. Sie warteten bereits auf dem Campingplatz in Colmar auf uns, da sie bereits am Vorabend gestartet waren und sich schon Strasbourg angesehen hatten. Nach einem ausgiebigen Apéro gab es, wie in der „Büssli-Szene“ üblich, Kerzli-Racelette. Bis spät in die Nacht leerten wir die flüssigen Vorräte aus unseren Kühlboxen.

Am nächsten Morgen stoppten wir im Decathlon in Colmar, wo wir uns mit zahlreichen Outdoor Artikeln zu günstigen Preisen eindeckten. Der Decathlon war zwar um einiges kleiner als der bei Mulhouse, aber der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt. Nachdem wir uns mit neuen Essensvorräten versorgt hatten, ging es weiter zum Affenberg, wo wir nach dem Besuch der Berberaffen auch eine Mittagsrast einlegten.

Zurück in Colmar stand ein Bummel durch die Stadt auf dem Programm und natürlich stärkten wir uns dabei mit einem Bier in einer „Gartenbeiz“. Zurück auf dem Campingplatz widmeten wir uns dem Apéro und starteten die Grills. Auch in dieser Nacht plünderten wir bis spät in die Nacht die Kühlboxen.
Am Ostersonntag packten wir unsere 7 Sachen und machten uns auf den Weg zum Titisee. Nebst einer kleinen Tank-Odyssee und einem Elefantenrennen zwischen Piisli und Luna war die Fahrt ereignislos. Yves hatte übrigens die weniger harten Eier und ging vom Gas.

Auf dem Campingplatz Sandbank suchten wir uns einen Flachen Panorama-Platz und bauten unsere regensichere Wagenburg auf. Da wir alle Hunger hatten, machten wir uns auf den Weg ins Camping Restaurant, wo wir für wenig Geld viel Fleisch, Frites und Bier erhielten. Wir blieben fast den ganzen Nachmittag und einige etwas zu lange (der arme Yves war nachher völlig blank!). Nach dem Abendessen genossen wir bis spät in die Nacht die letzten flüssigen Vorräte und nach einem kurzen Abstecher ins Restaurant war es Zeit fürs Bett.

Am nächsten Morgen war alles weiss, denn es hatte in der Nacht ein paar Millimeter Schnee gegeben. Wir demontierten unsere Wagenburg und machten uns auf den Heimweg. Nach einem kleinen Kaffee & Pinkelstop bei Piislis ging es sehr müde nach Hause.
Obwohl das Wetter etwas besser hätte sein können, haben wir das verlängerte Weekend mit Piisils und Lunas sehr genossen und freuen uns schon aufs STF.

Category: Elsass, Schwarzwald, Unterwegs, VW-Bus, Weekends  | Comments off
Swiss Travel Festival 2010 Jan 17

n diesem Weekend stand das Swiss Travel Festival auf dem Programm. Bevor wir uns auf den Weg nach Meierskappel machten, stoppten wir noch bei Marcel, unserem Mech, der an diesem Weekend ein Garagenfest hatte. Der Besuch hat sich gelohnt, denn Nik gewann einen Subwoofer. Aber was machen wir nun damit?!?

Danach ging es über die Autobahn nach Meierskappel. Bei unserem Eintreffen bestand schon eine beachtliche VW-Bus-Wagenburg. Wir suchten uns eine angenehme Ecke und begrüssten die Anwesenden. Kurz darauf trafen auch Simone, Andy und Nero mit ihrem als Wohnmobil getarnten VW Bus ein.

Wie immer am Freitagabend gab es Kerzli-Raclette und reichlich Flüssigkeit. Nach dem Eindunkeln wurde Rolfs Feuerkorb in Betrieb genommen und wir sassen bis tief in die Nacht ums Feuer.

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag und schauten uns zahlreiche Vorträge an. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren die Vorträge und Workshops sehr enttäuschend. Einzig der 1.Hilfe Workshop machte Lust auf mehr. Zum Glück konnte das Nachtessen den Tag retten. Nach dem Niks Faserpelz einige Brandlöcher mehr hatte, war es Zeit ins Bett zu gehen.

Am Sonntag standen die Vorträge über den Westen der USA und Bhutan auf dem Programm, doch auch diese Vorträge konnten uns nicht aus den Socken reissen, obwohl es zum Teil super Foto hatte und diese Gebiete bei uns auf der Besuchs-Wunschliste stehen.

Wir packten am späteren Nachmittag unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Heimweg. Wir genossen das Weekend sehr und lernten auch einige neue freundliche Gesichter kennen.

Category: Swiss Travel Festival, Unterwegs, VW-Bus, Weekends  | Comments off
Korsika 2009 Jan 20

Fazit: Das Wetter war sonnig und warm In der zweiten Woche hatten wir einige Gewitter und etwas viel Wind. Mit einem Pullover oder einem Faserpelz hatte man aber genug warm. Die Korsen sind sicher nicht die Freundlichkeit in Person und man erhält das Gefühl das man stört. Camping direkt am Meer ist mit einigen Ausnahmen fast nicht möglich. Obwohl viele Campingplätze gemäss Internet oder Prospekt noch offen haben, waren sie zu.


Donnerstag 1.10.

Am Donnestag Abend, nachdem Nik genug von der Arbeit hatte, wurde (fast) alles in Elsi gepackt und die Reise ging los. Der erste Stopp war das MacDonalds in Villeneuve, wo wir unser 5 Sterne Delux Menu zu uns nahmen. Schliesslich wollten wir ja nicht die Zeit mit Essen verbringen, sondern möglichst schnell Richtung Süden weiterfahren. Der nächste Stopp war die Raststätte Relais de Saint Bernard, wo der erste Geocache auf dem Programm stand. Leider war der Cache nicht mehr aktiv und wir hatten keine Chance, ihn zu finden.
So machten wir uns auf den Weg hinauf zum Pass. Unterwegs tankten wir noch ein letztes Mal Sprit in der Schweiz. Noch auf der Schweizer Seite des Passes machten wir uns im Dunkeln auf die Suche nach dem zweiten Geocache des Abends. Trotz des unwegsamen Gebietes fanden wir den Cache schnell.
Weiter ging die Fahrt hinunter zum italienischen Zoll, der Dank Schengen verlassen war. Anstelle eines sicheren Plätzchens gleich hinter dem Zoll Häuschen gab es für Elsi ein Platz im Schutz einer Häuserwand. Schnell war unser Bett gemacht und wir schliefen friedlich und warm eingepackt ein.

Freitag 2.10.
Am Morgen war es besonders hart aus dem warmen Bett raus in den kalten nebligen Morgen zu krabbeln. Nachdem wir unser Z’Morgen in Form eines Apfel zu uns genommen hatten, machten wir uns auf den Weg zur Statue, die ein weiterer Geocache ist. Nachdem wir ein Föteli von uns und der Statue gemacht hatten, ging die Fahrt runter ans Meer, wo es bedeutend wärmer war.
Beim ersten (Kaffee)Stopp sahen wir einen coolen Plastik Go-Kart mit Elektromotor. Schade, dass wir viel zu gross für das Ding sind. Und Paddy noch zu klein. Das Mittagessen nahmen wir in einer kleinen Pizzeria am Strand von Savona ein. Nachdem wir uns ausgiebig mit Pizza und Wein gestärkt hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem Savona Cache. Nach einer halben Stunde erfolglosem Suchen gaben wir frustriert auf und fuhren weiter zum Fährhafen, wo wir die Wartezeit nutzten, Elsi fertig einzuräumen. Natürlich beobachteten wir wie immer die Leute um uns herum, aber ausser den Thurgauern in ihrem T5 konnte uns niemand wirklich unterhalten. Alle haben sich anständig, und für uns deshalb langweilig, verhalten. Wir durften als eines der ersten Autos gut 2 Stunden vor Abfahrt auf die Fähre. Wir machten es uns mit Buch und Wein auf dem Panoramadeck gemütlich und warteten auf die Abfahrt. Unglaublich, aber einige Eltern erlauben ihren Kindern Stühle umzuwerfen und schon besetzte Stühle zu grob zu stossen. Tja, liebe Kinder. Euer Pech, dass Karin für so etwas weder Verständnis, noch Geduld hat. Der Stuhl wurde dann brav vom Übeltäter wieder hingestellt und es kehrte wieder Ruhe auf Deck ein. Der Hunger (die blasen ganz fies den Duft der Küche aufs Panoramadeck!) trieb uns aber schon viel früher als erwartet zurück in die Kabine, wo feine Gnocchi auf uns warteten. Nach einer weiteren Runde durchs Schiff gingen wir müde noch vor der Abfahrt des Schiffes zu Bett.

Samstag 3.10.
Früh morgens um 6h00 wurden wir durch eine Stimme aus dem Lautsprecher geweckt. Wir blieben aber noch etwas liegen, bevor wir ausgiebig duschten. Der Weg aufs Deck mit der Kamera war vergebens; draussen war es noch stockfinster. So gab es halt keine traditionellen Ankunftsfotos von der Fähre aus.
Die Fahrt ging der Ostküste entlang Richtung Süden, wo wir einen wunderschönen Sonnenaufgang sahen. In unserem Reiseführer ist diese „Gemüse“strasse beschrieben, in der man zu günstigen Preisen leckere Früchte und Gemüse kaufen kann. Natürlich haben wir dort angehalten, aber das Angebot war etwas dürftig. Und nicht ganz so günstig, wie im Reiseführer beschrieben… Wir deckten uns aber dennoch mit dem wichtigsten Obst und Gemüse ein. Danach kauften wir noch in einem Géant die wichtigen Dinge wie Fleisch, Käse und Alkohol ein. Auf der Weiterfahrt überkam Karin einen Geistesblitz und sie wusste, was wir zu Hause vergessen hatten: die Badetüchli! Nachdem wir dieses Defizit behoben hatten, konnte den Ferien nichts mehr im Wege stehen. Nach unserem ersten Mittagessen am Strand machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Campingplatz am Meer, wo wir uns ein paar Tage erholen wollten, bevor wir die Insel umrundeten. In der Nähe des ersten Platzes, den wir uns ausgesucht hatten, hat es auch einen Geocache. Natürlich mussten wir den umgehend heben. Nach einer kleinen Offroad-Fahrt und einigen Minuten zu Fuss, erreichten wir den Cache und loggten uns. Was für ein schöner Flecken Erde und menschenleer!
Auf dem Camping kam dann die böse Überraschung: der Camping Platz war zwar super schön und die Dame am Empfang extrem freundlich, aber übernachten konnte man nur in einem Bungalow. Der Platz für Womos und Zelte war schon zu. Überhaupt seien die meisten Plätze nun zu. Die Empfangsdame hat dann aber schnell(?) ein Telefongespräch mit der nächsten Touri-Info geführt und so bekamen wir ein paar Tipps, wo es in der Nähe noch offene Plätze hatte.
Nachdem wir schon fast den Südosten der Insel erreicht hatten, fanden wir endlich einen Campingplatz (California), der die Anforderungen für eine Nacht erfüllte. Und er vorallem offen war! Zu unserer Freude hatte es gleich mehrere T3’s auf dem Platz. Mit den Hamburgern kamen wir recht schnell ins Gespräch. Wegen der Farbe ihres Bullis, und weil sie selbst noch keinen Namen für ihn hatten, taufte Karin ihn kurzerhand „Mocca“, was wir ihnen aber natürlich nicht auf die Nasen banden. Immerhin haben wir ja nur „kurz“ mit ihnen gesprochen.
Als die Reception endlich offen war und wir uns anmelden konnten, war noch ein junger Schweizer vor uns. In gebrochenem Englisch fragte dieser, ob er für eine Nacht Strom haben könne. Kein Problem. Gut. Für zwei Euro, oder? Ja, genau. Hm, gut. Bis heute waren wir der festen Überzeugung, dass an allen Schweizer Schulen gelernt wird, dass Strom via Kabel geliefert und nicht in Kesseln ausgeteilt wird. Unser junger Landsmann hatte da wohl aber einen Fensterplatz und nachdem er den Herren an der Reception in perfektem Schweizerdeutsch! fragte, ob er denn jetzt nicht etwas bekäme, haben wir ihm etwas auf die Sprünge geholfen. Nun begriff er, dass er wohl einen Denkfehler gemacht hatte und zog davon. Ohne den Strom für die Nacht. Für zwei Euro…
Für uns war es nun an der Zeit, die Filets auf den Grill zu schmeissen und eine Flasche guten Weins auf unsere Gläser zu verteilen. Rasch merkten wir aber, dass es auch in Korsika von Mücken wimmeln kann. Leider merkten wir es zu spät; wir hatten den hungrigen Dingern bereits mehrere Zentiliter Blut gespendet.
Einige Tage später hagelte es auf diesem Campingplatz!Auf dem Campingplatz gab es auch dieses Mal wieder ein paar Beispiele für die Rubrik, was man beim Zelt-Aufstellen alles falsch machen kann. Viel Vergnügen mit den Fotos!
Auf der etwas traurigeren Seite… Eines unser Weingläser musste beim zweiten Sturz vom neuen IKEA Möbeli sein Leben lassen. Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück!

Sonntag 4.10.
Am Sonntag standen wir bei Zeiten auf und konnten gerade noch den Sonnenaufgang über dem Meer sehen. Nach einem Stopp bei einer Bäckerei ging es ab in die Berge. Wie sich später herausstellte, hatte diese Bäckerei die besten Brioches überhaupt. Mit Nüssen und Rosinen. Mhhh!
Die Strasse in den Bergen war steil und kurvenreich, aber Elsi meisterte diese wie immer bravurös. Natürlich mussten auch wir eine der zahlreichen Badegumpen ausprobieren und so kämpften wir uns zirka 30 Minuten am Bach entlang den Berg hinauf, bis wir an einem wunderschönen kleinen See mit Wasserfall ankamen. Leider war auch schon der Car vom Senioren Reiseclub da, aber nach 20 Minuten hatten wir die Badegumpen für uns und wir konnten uns im kalten Wasser nach Lust und Laune austoben.
Auf der Weiterfahrt entdeckten wir noch ein paar freilaufende Säuli und Kühe. Natürlich stand auch an diesem Tag ein Geocache auf dem Programm. Nach kurzer Suche auf dem kühlen Pass konnten wir ihn schnell heben und uns einloggen. Der Pass war auch zugleich ein Walfahrtsort. Es hatte eine Heiligen Statue mit hunderten von Kerzen und Dankesplaketen. Da es uns auf dem Pass zu kalt war, fuhren wir noch etwas den Berg hinunter, bis wir ein lauschiges Plätzchen für den Mittagsrast fanden. Danach ging die Fahrt weiter auf der schlechten, kurvigen Bergstrasse hinunter nach Porto Vecchio, wo wir auf der Suche nach einem geeigneten Campingplatz, zwecks Faulenzen für ein paar Tage, sämtliche Campingplätze der Region anschauten. Leider fanden wir aber einen, der offen war, oder unsere in der Zwischenzeit stark gesunkenen Anforderungen erfüllte. Karin merkte wieder einmal, dass sie ein Landei ist, denn sie konnte mit dem Begriff „Camping Nudiste“ nicht wirklich das anfangen, was man darunter verstehen sollte… Wir machten schlussendlich auf einem WoMo-Stellplatz halt, der wunderschön an einem Strand gelegen ist. Auf unsere freundliche Frage, ob wir nicht einen der vielen freien Stellplätze am Meer haben könnten, wurden wir angeschnauzt und so entschieden wir, höchstens einen Tag zu bleiben. Nach dem wir uns häuslich eingerichtet hatten, machten wir uns Fajita zum z’Nacht

Montag 5.10.
Am Morgen starteten wir mit einem erfrischenden Bad im Meer und einer eher kalten Dusche in den Tag. Der charmante Platzwart zeigte sich auch heute von seiner unfreundlichen Seite und behauptete noch, er sei als freundlich bekannt. Wir verliessen diesen Ort der Nächstenliebe und machten uns auf den Weg nach Bonifaccio, der südlichsten Stadt Frankreichs. Die Strasse war gut ausgebaut und schnurgerade, so erreichten wir ziemlich schnell die Touristenabzocke Bonifaccio. Nachdem wir auf einem kostenpflichtigen Parkplatz parkiert hatten, machten wir uns auf den Weg zur unfreundlichsten Touristeninformation. Nachdem man uns dort nur widerwillig und auf mehrmaliges Nachfragen die entsprechenden Unterlagen aushändigte, gab man uns das Gefühl, dass wir nun gehen sollten, damit man sich wieder dem Kreuzworträtsel widmen kann.
Bonifaccio ist zwar wunderschön auf einem Kreidefelsen gelegen und die engen Gässchen versprühen ihren ganz besonderen Charme, aber bei jeder „Sehenswürdigkeit“ wird man zur Kasse gebeten und die Stadt hat nicht einmal genug Geld, um im Herbst ein öffentliches WC zu betreiben. In entsprechendem Zustand ist auch die ganze Stadt. Das heisst, der Zustand zeugt nicht von fehlenden Toiletten, sondern von fehlendem Geld. Nachdem wir von der renovierungsbedürftigen Stadt genug hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Geocache in der Nähe, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Den Cache erreichten wir nach zirka dreissig Minuten zu Fuss und fanden ihn auf Anhieb. Nachdem wir ein Travelbug hinterliessen, machten wir uns auf den Rückweg. Nun startete wieder die Suche nach einem Campingplatz. Wir hatten die Hoffnung, ein lauschiges Plätzchen für ein paar Tage zu finden, noch nicht aufgegeben. Auf der Fahrt der Westküste entlang Richtung Norden, trafen wir unverhofft auf die Landwegs und Rustydrivers aus dem VW-Bus Forum. Nach ein paar Fotos setzten wir unsere Suche nach Norden fort. Der fünfte Platz war ein Volltreffer: direkt am Meer in der vordersten Reihe, saubere Anlagen und jeden Morgen kommt der Bäcker. Zu unserer Überraschung standen schon auf dem schönsten Plätzchen Moccas, die Hamburger vom ersten Campingplatz. Nach dem Nachtessen haben wir mit den Hamburgern, die übrigens Nicole und Timo heissen, einige Flaschen Wein getrunken und bis in die tiefe Nacht gequatscht. So nahm der Tag ein äusserst angenehmes Ende.
Link auf Camping Chez Antoine

Dienstag 6.10.
Am Morgen holte Karin beim Bäcker Gipfeli und so stand einem gemütlichen Tag mit Baden, Schlafen und Essen nichts mehr im Wege.
Das Highlight des Tages war ein Aargauer, der sich genau in dem Moment an Nicoles und Timos Standplatz heranpirschte, als diese mit dem Bus Einkaufen waren. Wir haben die Aargauer freundlich darauf hingewiesen, dass der Platz bereits besetzt sei. Anhand der Anwesenheit von Tisch, Stühle, Auffahrkeilen und schmutzigem Geschirr war das ja eigentlich auch völlig klar. Der Aargauer meinte nur, dann hätten die sich nicht angemeldet. Uhm, doch, denn die Hamburger seien schon ein paar Tage hier und hätten sogar schon mit der Eignerin gesprochen. Sie sollten sich doch einfach einen schönen Platz suchen und den in Beschlag nehmen. Sie hätten ja schon einen schönen Platz gefunden! Ja, aber der ist ja besetzt… Endlich packten die Aargauer ihre sieben Sachen wieder zusammen. Die hatten tatsächlich schon ihren Tisch und die Stühle ausgepackt und hingestellt. Und die Auffahrkeile unter Nicole und Timos Tisch geworfen. Schlussendlich wurde das riesige Zelt direkt vor einer anderen Schweizer Familie aufgestellt. Es sollte wohl jemand mal Campingplatz-Anstandsregeln aufstellen. Vielleicht haben wir ja mal im Winter Zeit und Lust. Aber ob sich solche Leute diese (common sense) Regeln zu Herzen nehmen würden?
Wir lagen den restlichen Tag auf der faulen Haut. Lesen, schlafen, trinken, essen und baden im warmen Meer, was braucht man mehr? Ach ja, Kubb spielten wir auch noch! Nicole ist der ungeschlagene Champion. Wer mit ihr ihm Team spielt, hat auf 100 gewonnen. Timo und Karin konnten nicht wirklich überzeugen, hihi. Am Abend nahmen Timo, Nicole und wir die Stühle an den Strand und genossen den Abend am Strand mit einigen Flaschen Wein. Timo versuchte sich unterdessen als Fischer, wobei die Fische sich sicher über das Futter freuten…

Mittwoch 7.10.
Wie jeden Morgen kam der Bäcker etwas später und wir nutzten die Zeit, um mit den anderen Campingplatzbewohnern den neuesten Tratsch auszutauschen. Nachdem ausgiebigen Frühstück haben wir uns entschlossen, am Abend zusammen mit dem Hamburgern ein Strand-BBQ zu machen. Dazu mussten wir unsere Vorräte auffrischen. Wir machten uns und Elsi einkaufsbereit und zusammen mit Nicole und Timo ging es zum Shoppen. In einem Casino deckten wir uns grosszügig mit Fleisch und Alkohol ein.
Zurück auf dem Campingplatz waren wir froh, dass unser Platz nicht von einem Aargauer in Beschlag genommen wurde. Den restlichen Tag verbrachten wir wie den Tag davor mit Nichtstun.
Kurz vor dem Sonnenuntergang wurde der Son of Hibachi gestartet und der erste Gang, korsisches Trockenfleisch mit Melone, wurde am Strand serviert. Als Hauptgang gab es ein feines Stück Muh, zahlreiche korsische Wüste, Hacksteaks, Salat und eine Gemüsebombe. Als wir mehr als genug hatten, wurde es Zeit für die Nutellabananen vom Grill. Der Alkohol kam auch nicht zu kurz und es geistern einige Fotos von Timo durchs Internet die beweisen, dass auch er nicht zu kurz kam. Richtige Frauen und Männer trinken eben doch kein Fernet, hihi.

Donnerstag 8.10.
Wie jeden Morgen wurde das Warten auf den Bäcker für den morgendlichen Tratsch genutzt. Danach konnten wir von unseren bequemen Sesseln aus Nicole und Timo beim Packen zusehen. Etwas traurig waren wir schon, als sie sich auf den Heimweg machten. Aber wir konnten ihren Platz erben und so war die Trauer nur von sehr, sehr kurzer Dauer. Nein, nein, wir vermissten sie noch recht lange. Den Rest des Tages verbrachten wir wie die Tage zuvor. Am Abend studierten wir die Reiseführer und die Liste mit den Zeltplätzen. Nach einem gemütlichen Abendessen gingen wir früh zu Bett.

Freitag 9.10.
Am nächsten Morgen mussten auch wir packen. Nach den paar Tagen am selben Ort gab es einiges zu tun, vor allem, weil wir es gründlich machen wollten. Die Tagesplanung sah zwei Geocaches und einkaufen in Ajaccio vor. Gemäss Liste, sollte es dort auch noch einige offene, schöne Campingplätze haben.
Auf der Fahrt zum ersten Cache lernten wir zum ersten Mal das korsische „traffic alterné“ kennen. Wegen einer Baustelle (?) gab es eine Ampel auf beiden Seiten des Dorfes, welches man scheinbar an den Berg geklebt hatte. Vor uns fuhren ein paar Autos bei Rot durch. Hätten wir das doch bloss auch gemacht! Die Ampel stand ewig auf Rot. Aber irgendwann wurde es auch bei uns wieder grün und weiter ging die Fahrt. Den Ort des ersten Caches fanden wir sehr schnell, aber ein Muggler hinderte zuerst die Suche. Der Muggler sass in seinem Auto und hörte fürchterliche Musik. Wahrscheinlich ist diese Musik daran schuld, dass wir den Cache nach unserem Picknick nicht fanden. Bei diesen Tönen hat der nämlich sicher ganz schnell seine Beine unter die Hand genommen und sich an einem anderen, ruhigeren Ort versteckt.
Bevor wir in Ajaccio fast im Verkehrschaos untergingen, gab es schnell einen Abstecher ins Internet. So schnell ging es zwar nicht, denn keiner wollte uns zuerst behilflich sein und als wir wieder zu Elsi kamen, waren wir zuparkiert. Endlich kamen wir schliesslich bei den Ils des Sanguieres an, welche Ajaccio vorgelagert sind. Wir packten unsere Geocacher Ausrüstung und machten uns auf den Weg zum Cache. Natürlich war dieser oben auf dem Kamm und es hatte nur Schleichpfade durch das dornige Gestrüpp. Kaum hatte Karin den Cache gefunden, gab es auch schon die ersten Tropfen. Beide versuchten wir noch vor dem schnell nahenden Gewitter wieder unten bei Elsi zu sein. Da wir natürlich nicht annähernd so schnell wie das Gewitter waren, bekamen wir eine lange Dusche. Entsprechend nass und von den Dornen völlig zerkratzt erreichten wir zur Beruhigung Karins doch noch unser Elsi, den pharäischen Käfig.
Wieder ging es durchs Verkehrschaos zurück auf die andere Seite von Ajaccio, wo die schönen, noch offenen Campsites hätten sein sollen. Der kurze Stopp bei dem Office de Tourisme war übrigens für die Katz… Leider entsprachen die Campingplätze weder unserem Geschmack, noch den Angaben im Prospekt. Also suchten wir weiter und weiter. Auf einem geschlossenen Campingplatz hatte man Mitleid mit uns und wir durften übernachten. Die Sanitären Anlagen seien aber schon eine Weile nicht geputzt worden, warnte man uns. Kein Problem, solange wir nur endlich einen Platz zum Schlafen fanden. Die Toiletten Anlage war zwar eigentlich ganz sauber, aber eine Herausforderung für jeden Biologen. Zuerst störte uns das fehlende Licht. Danach war uns die Dunkelheit lieber. Was dort alles so rumkroch und flog! Besonders angetan hat uns der Feuersalamander, der wie ein Laubfrosch getarnt die Wand und den Spiegel hochkroch. Wie machten uns ein paar Würstchen mit Salat und gingen müde zu Bett.

Samstag 10.10.
Nachdem wir am Vortag schon so viele verschiedene Tierarten auf der Toilette entdeckt hatten, wollten wir uns heute Morgen auf eine Art konzentrieren: Schildkröten.
Auf der Schildkrötenfarm hatte es Arten und in fast jeder Grösse, wobei uns die ganz kleinen, frisch Geschlüpften und die ganz grossen am besten gefallen hatten. Nachdem wir hunderte von Fotos gemacht hatten, ging es zurück nach Ajaccio zum Einkaufen, denn schliesslich mussten wir unsere Vorräte auffrischen. Nach einer kurzen Fahrt machten wir einen Abstecher in ein fast verlassenes Feriendorf in einer wunderschönen Bucht, um nach einer kurzen Wanderung bei einem verfallenen Genuesen Turm einen Geocache zu heben. Wir fanden ihn fast auf Anhieb und nach dem atemberaubenden Blick über die Küstenlinie und zahlreichen Fotos ging Es zurück zu Elsi und weiter Richtung Norden. Nachdem wir wieder vor verschlossenen Campingtoren standen, wurden wir schliesslich doch bei einem Camping eingelassen. Nicht nur ist die Besitzerin Schweizerin, sie heisst auch noch gleich wie Niks Mami. Vor UND Nachnamen. Wir suchten uns das schönste Plätzchen aus und gaben Andy aka „Blue-Whitestar“ vom VW-Busforum unsere Position per SMS durch. Wir hatten schon seit einigen Tagen Kontakt via SMS und heute hatten sie uns endlich eingeholt.
Nachdem Andy, seine Freundin Simone und ihr „Ferienhund“ Nero begrüsst waren, startete Nik den Son of Hibachi und wir grillten gemeinsam bis in die späte Nacht hinein.

Sonntag 11.10.
Heute war unser Haushaltstag. Wir hatten Geschirr von über zwei Tagen zu schrubben und wir wollten eigentlich auch noch Waschen. Nachdem wir gemütlich mit Simone und Andy gefrühstückt hatten, machte Nik sich an den besagten Abwasch und Karin machte sich auf die Suche nach der Waschmaschine. Leider klappte das Waschen nicht so ganz. Die Maschine rumpelte und bockte, aber die Wäsche wurde nicht sauber. Sie wurde überhaupt nicht gewaschen, denn trotz ganz leichter Beladung wollte sie sich einfach nicht drehen.
Es war eigentlich Zeit, uns von Simone und Andy zu verabschieden, aber da niemand da war, mussten sie zwangsweise noch warten. Da auch niemand da war, um uns mit der Waschmaschine zu helfen, entschlossen auch wir uns kurzerhand zum Weiterzuziehen, um im nächsten Ort zu waschen. Kaum hatten wir gepackt, tauchte auch die Besitzerin wieder auf und wir machten uns zusammen auf den Weg nach Norden.
Unterwegs weihten wir Simone und Andy in die Geheimnisse des Geocachings ein. Wieder einmal führte uns das Geocachin an einen Ort, den die meisten Touristen nicht einmal mit dem Hintern beachten. Gleich neben der Strasse war der Cache in einem „Kunstwerk“ versteckt, das ein Teil der Geschichte dieser Gegend symbolisiert. Im nächsten Ort fanden wir dann auch eine Wäscherei und nachdem wir das Münzproblem gelöst hatten, ging Nik mit Simone und Andy an der Strand und Karin kümmerte sich um das Tanken und die Wäsche.
Nachdem wir endlich wieder vollzählig waren, machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen am Meer. Nach einer Hardcore Offroad Tour, vorbei an „wild um sich schiessende Jäger“, fanden wir ein wunderschönes Plätzchen an einer Flussmündung am Strand. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, genossen wir während des Apéros den kitschigen Sonnenuntergang. Anschliessend gab es Raclette, wobei wir wieder einmal feststellten, dass die von Emmi gelieferten Kerzen einfach die besten sind. Ohne die ist das Kerzenraclette eher ein Hunger-, als ein Fressmarathon. Zum Glück hatten wir wie immer Gas dabei… Wieder einmal sassen wir bis tief in die Nacht draussen und genossen die angenehme Atmosphäre, und vor allem die interessante Unterhaltung, unter dem Sternenhimmel.

Montag 12.10.
Nachdem wir ausgeschlafen hatten, Karin war für einmal viel früher auf als alle Anderen, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und machten uns weiter auf den Weg nach Corte. Zuerst ging es entlang der Küste durch die Calanche, wo wir bei einer Touristenfalle Halt machten. Die hatte zwar ein WC, aber kein Lavabo, um die Hände zu waschen. Freundlicherweise durften wir aber den Wasserhahn der Gartenbewässerung benutzen. Der Hinweis, dabei nicht hinunterzufallen, war angebracht, denn der Hahn lag ziemlich genau 20cm vor dem Abgrund. Natürlich hoben wir auch heute eine Geocache, den wir zu viert entsprechend schnell fanden. Danach stand noch eine Wanderung durch die bizarre Landschaft der Calanche auf dem Programm. Diese aber war nicht ganz so spektakulär, wie im Reiseführer beschrieben. Ob wir wirklich den falschen Zeichen gefolgt sind? Wenn ja, hatte es noch ein paar andere fehlgeleitete…
Der nächste Ort „Porto“ soll im Sommer bis zu 8000 Personen beherbergen, im Winter aber nur für einige hundert ein Zuhause sein. Für uns war der Ort eher abstossend. Die Tankstelle und die beiden Supermärkte hatten zu und am Strand hatte es so hohe Wellen, dass die Hafeneinfahrt unpassierbar wurde. So fuhren wir nach einem kleinen Abstecher zur nächsten Tankstelle weiter durch das Landesinnere nach Corte. Die Fahrt war recht abwechslungsreich und führte über zwei Pässe und entlang Schluchten, die für Nik eindeutig zu tief waren.
In Corte angekommen, machte wir uns auf dem ersten Campingplatz breit, genossen die warmen Duschen und machten uns ans Kartendrucken, bevor wir mit Simone und Andy zusammen gemütlich Spaghetti assen. Doch als wir ins Bett wollten, hörten wir komische Piepsgeräusche aus Andys Leih-T4. Nachdem wir schon auf einen Selbstzerstörungsmechanismus getippt hatten, stellte sich die Ursache des Geräusches nur als Marder-Schreck heraus und wir konnten beruhigt ins Bett.

Dienstag 13.10.
Nach dem gemeinsamen Morgenessen und dem Zusammenräumen machten wir uns auf einen Stadtbummel durch Corte. Die Stadt war wie alle korsischen Städte, die wir bis jetzt gesehen hatten, am Zerfallen. Aus dem vorgesehenen Einkaufsbummel wurde nichts, da viele Läden wegen der Mittagsruhe zu waren. Andy lud uns noch zu einem Bier in einer Bar ein, wo sich der Besitzer nicht als trinkgeldwürdig erwies. So kehrten wir fast unverrichteter Dinge zurück zum Camping, wo wir von Simone, Nero und Andy Abschied nehmen mussten. Wie schade, dass ihre Ferien schon vorüber waren! Sie mussten am nächsten Tag auf die Fähre und wir wollten wieder zurück an die Westküste und Richtung Norden.
So fuhren wir die Strecke zurück, die wir am Vortag gekommen waren, machten aber noch ein paar Stopps um Maronis zu sammeln. Wir sahen auch einen Franzosen, der die Brücke nicht getroffen hatte und frontal in eine Steinmauer gefahren war. Zum Glück war das Bergseitig und beiden Insassen ging es gut. In Porto suchten wir uns einen Campingplatz am Hang und gingen nach dem Nachtessen früh ins Bett.

Mittwoch 14.10
Nach dem Morgenessen machten wir uns entlang der Küste auf den Weg nach Calvi. Die Strasse war wie an der ganzen Westküste schmal und wie an den Hang geklebt. Zum Glück hatte es nicht viel Verkehr und so kamen wir trotzdem recht flott vorwärts. Wir machten einen Abstecher ins Fango-Tal, wo ein Geocache auf uns wartete. Nachdem wir bei ein paar Badegumpen den Fluss überquert hatten, fanden wir den Cache recht schnell. Es ist ein schönes Tal und wenn es ganz heiss ist, sicher super zum Baden! Bloss schade, dass hinter beinahe jedem Busch ein Papierchen davon zeugt, dass jeder einmal aufs Klo muss… Für uns ging die Fahrt weiter nach Calvi.
In Calvi angekommen, machten wir den obligaten Stopp beim Touristen Büro. Für einmal waren die Damen nicht nur ausserordentlich nett, sondern auch kompetent! Wir verliessen das Office de Tourisme mit mehreren Brochuren zur Stadt und Umgebung. Die Altstadt wollten wir zu Fuss erforschen. Leider gab es nicht allzu viel zu entdecken und wir fanden auch nichts zum Shoppen und so zogen wir weiter auf der Suche nach einem Platz für die Nacht. Alle Campingplätze waren zu, obwohl in der Touristeninfo das Gegenteil behauptet wurde. Doch nicht so kompetent…(?) Wir stellten Elsi auf einen Parkplatz am Meer, der zugleich der Start zu einem Multicache war. Den hoben wir noch schnell vor dem Nachtessen und wurden dafür mit einem super Sonnenuntergang belohnt. Da es recht windig war, wurde es ziemlich schnell kalt, als die Sonne weg war und so zogen wir uns ins warme Elsi zurück.

Donnerstag 15.10.
Heute ging es entlang der Nordküste zum Cap Corso. Unterwegs standen viele Geocaches auf dem Programm. Zuerst gab es eine halbstündige Wanderung zu einem verlassenen Dorf oben auf der Krete. Die Aussicht von dort oben war traumhaft! Nach dem Abstieg machten wir uns auf die Suche nach einem „Vergessenen Monolith“. Das Ding war wirklich RIESIG! Leider hatten wir unsere Kameras vergessen. Wann gibt es denn sowas? Der nächste Geocache war bei einer alten Kirche oberhalb eines Dorfes. Dummerweise waren die Strassen etwas zu eng für Elsi uns so gab es wieder einen Fussmarsch bergauf. Die Kirche hiess (übersetzt) „Unsere Dame der sieben Schmerzen“. Oben angekommen, waren es dann eher 20 verschiedene Schmerzen, die uns plagten, aber auch dieses Mal wurden wir mit einer Superaussicht belohnt. Nach dem Abstieg durch das malerische Bergdörfchen stand die Essensbeschaffung auf dem Programm. Anscheinend hatten die Festland-Franzosen nichts Besseres zu tun, als zu streiken und daher waren einige Produkte dem Einkaufszentrum ausgegangen. So auch das gute Fleisch. Da die Verkäufer palettenweise Waren herumkarrten, gingen wir davon aus, dass heute wieder eine Ladung angekommen ist. So machten wir uns auf den Weg zum zweitletzten Geocaches des heutigen Tages, ohne alle Artikel der Einkaufsliste eingekauft zu haben. Wir hatten die Hoffnung, später einen anderen Supermarkt zu finden, der die Regale schon wieder alle aufgefüllt hatte. Der nächste Geocache war unten im Hafen von Ile Rousse beim Leuchtturm. Wir fanden den Cache schnell und zu unserer Überraschung hatte es zum ersten Mal etwas zum Tauschen. Nik freute sich über die Leuchtstäbchen, die nun sicher die nächsten 3 Jahre ungebraucht im Elsi rumliegen. Aber irgendwann wird irgendwer die Dinger brauchen und dann haben wir sie dabei!
Die Fahrt ging weiter der Nordküste entlang zum letzten Cache, der am Weges Rand versteckt war. Leider nutzen viele Mugglers auch diese Stelle, um ihre Notdurft zu verrichten. Nachdem wir uns geloggt hatten, ging es weiter nach Saint Florent, wo wir zu unserer Enttäuschung keinen Supermarkt vorfanden. Nun standen wir vor der Entscheidung wie geplant, aber fleischlos die Fahrt ums Cap Corso anzutreten, oder einen 16 Kilometer Abstecher nach Bastia zu machen und dann entlang der Ostküste nach Norden zu einem uns empfohlenen Camping zu fahren. Mit hungrigem Bauch entschieden wir uns für Bastia und einkaufen. Oben auf dem Pass sahen wir einige Inseln und das Festland von Italien. Nach dem Einkaufen im Géant kämpften wir uns durch den Verkehr von Bastia nach Norden, wo wir knapp vor dem eindunkeln den Camping La Pietra erreichten. Nach einem mexikanischen Abendessen ging es wieder einmal früh zu Bett.

Freitag 16.10.
Am Morgen holten wir uns frische Croissants und stellten uns auf einen Tag voll mit „nichts tun“ ein. Wir schrieben unsere Reiseberichte, checkten wieder einmal unsere Mailboxen und schwatzten mit unseren Nachbarn. Wie interessant die Leute doch sind! Besonders der Österreicher, der schon in vielen fernen Ländern gearbeitet hatte, und nun per Womo unterwegs ist.
Leider wurde es den ganzen Tag über zu wenig warm, um den Pool zu nutzen, obwohl wir das eigentlich fest vorhatten. Nachdem wir den Campingplatz erkundet hatten, war es schon Zeit für das erste Bier! Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man nichts macht. Zum Abendessen machten wir uns feine Gnocchi mit Fleisch und Bernaise Sauce. Mmmh.

Samstag 17.10.
In der Nacht hatte es mit Regnen begonnen und der Campingplatzbesitzer meinte, sie hätten die selbe flüssige Sonne für die nächsten sieben Tage gemeldet. Sobald alle Camper weg fuhren, würde der Platz geschlossen werden. So haben wir unsere sieben Sachen zusammen gepackt und haben unsere letzte Etappe ums Cap Corse in Angriff genommen. Das Wetter wurde zunehmend besser und bald hatten wir blauen Himmel über uns. Wir konnten sogar die Nachbarinseln und die Konturen vom Festland in der Ferne erkennen.
Natürlich standen auch heute einige Geocaches auf dem Programm. Den ersten fanden wir schon kurz nach dem Campingplatz in einem Turm am Strassenrand. Allerdings war dieser INNERhalb des Turmes versteckt. Karin kletterte wie eine „Berggeiss“ nach oben und kraxelte durch die Tür rein. Im Turm drinnen fand sie den Cache schnell. Zum Glück schleppt Nik allerhand Material in unserem Geocache Rucksack rum und so konnte Karin mit Hilfe einer Schnur den Cache runter zu Nik evakuieren. Dieser Stand unten und schrie „Rapunzel, lass den Cache hinunter! Rapunzel zog den Cache mitsamt des Stempels nach oben, denn sie musste ja noch den Cache loggen. Übrigens, ohne Seil ist der Abstieg bedeutend schwieriger. Der zweite Cache war ebenfalls in einem Turm, aber oben auf einem Berggipfel und in der Aussenmauer versteckt, so dass wir nur den Berg und nicht den Turm bezwingen mussten. Vom Parkplatz aus ging es zwanzig Minuten nach oben. Und nach oben ging es! Stellenweise mussten wir beinahe auf allen vieren hochkraxeln. Ok, das ist ein wenig übertrieben, aber Karin war froh, dass sie die IWS dabei hatte. Das Versteck fanden wir leider nicht sofort. Nik scherzte, dass es eigentlich zwei Türme hatten, bis wir den einen auf unserer Suche komplett abgetragen hatten. Tatsächlich hatten wir einen guten Teil einer der Mauern schon abgetragen (und wieder hingestellt) und ziemlich jeden anderen Stein in der Ruine umgedreht, bevor wir den Micro Cache endlich fanden. Die Ruine ist nun aber sicher etwas weniger hoch als vorher…
Weiter ging es der Küste entlang nach Norden. Über die Strassen hatten wir ja schon viel Abenteuerliches gehört, aber wir fanden es nicht so schlimm. Schliesslich hatte es auch kaum Verkehr. Oben am Cap angekommen, stand unser letzter Geocache des Tages auf dem Programm. Wir fanden ihn schnell inmitten einem Meer von „Geissenböueli“. Nachdem wir einen Travelbug herausgenommen und einige Fotos vom einmaligen Panorama gemacht hatten, ging es zurück auf die Strasse Richtung Süden nach Bastia. Eine Stunde später in Bastia wollten wir prüfen, ob es eine Möglichkeit für eine Mitfahrt auf einer früheren Fähre gab. Da das Wetter die nächsten Tage von der flüssigen Sonne beherrscht sein sollte, wollten wir eine verfrühte Heimreise antreten. Als wir den Schalter nach langer Suche endlich fanden (Nik kennt den Hafen jetzt mindestens genauso gut wie seine linke Hosentasche) war er am Samstagnachmittag natürlich geschlossen und wir mussten bis zum Abend warten. So machten wir uns auf die Suche nach Marken für unsere Postkarten. Es gab zwar zahlreiche Tabac-Lädeli, die welche verkaufen würden, aber dank der korsischen Freundlichkeit (einer hatte uns sogar angelogen) wurden wir erst etwa beim zehnten Landen fündig. Der Herr dort war bestimmt kein Korse, denn er war ausserordentlich freundlich und gab uns mehr als genügend Marken. Die Suche nach coolen T-Shirts blieb ganz erfolglos und so deckten wir uns im nahen Casino mit Alkohol ein. Als Trösterli. Nun hatte auch der Schalter für die Fährentickets offen, doch die Antwort war ernüchternd: 129.- € zusätzlich. Mit so viel Geld lässt es sich in Korsika noch gut zwei Tage leben. Alkohol inklusive. Auch wenn es von nun an regnen würde. Wir machten uns wieder auf den Weg zum Camping La Pietra, wo wir im Dunkeln unsere sieben Sachen wieder auspackten, Abendessen zubereiteten und wie immer früh zu Bett gingen.

Sonntag 18.10.
Am Sonntag war faulenzen angesagt, den ganzen Tag nur lesen, trinken, essen und schlafen.

Montag 19.10.
Am Morgen wurden wir vom Campingplatzbesitzer informiert, dass der Camping heute schliessen würde. Uns war das ja eigentlich egal, denn heute Abend würde es mit der Fähre zurück zum Festland gehen. Allerdings wollte er alle Leute so schnell wie nur möglich abfertigen und so fragte uns der Campingbesitzer nach unserem Brotbedarf, damit er unsere Bestellung gleich ausliefern könnte. Das war endlich mal den Servicestandard, den wir uns wünschen: Gipfeli quasi direkt ans Bett gebracht! Leider gab es den nicht jeden Tag… Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir Elsi für die Heimfahrt und konsultierten noch ein letztes Mal das Internet. Wir hatten gehört, dass es in der Schweiz kalt ist und der erste Schnee am Boden liegt, also mussten wir kurz den Zustand der Alpenpässe checken. Alles offen, hiess es auf der TCS Webseite. Naja, dann würden wir uns wieder via Grosser St. Bernhard in die Schweiz schleichen. Zur Not könnten wir ja auch den Tunnel nehmen, falls es über Nacht zu heftigen Schneefällen kommen sollte. Natürlich mussten wir uns auch noch die Geocache Webseite anschauen, denn auch heute wollten wir uns unserem neuen Hobby widmen. Schnell waren die Infos für unsere zwei letzten Korsika Caches gefunden und programmiert. Einer der Geocaches konnten wir fast vom Campingplatz aus sehen, der andere lag etwas weiter hinten im Tal an einem Fluss. Wir entschieden uns zuerst den Cache am Fluss zu heben. Nach einer kurzen Fahrt mit Elsi und 20 Minuten zu Fuss erreichten wir den Ort und nach knapp einer viertel Stunde suchen konnten wir den Cache loggen. Leider war das Wasser (und vorallem die Luft) zu kalt zum Baden. Dennoch gluschtete uns das glasklare Wasser und die schönen Badegumpen. Überhaupt war dieser Platz sehr schön. Er sah aus wie aus einem Märchen und wir erwarteten beinahe, nächstens eine Fee zu entdecken. Wieder einmal hat uns unser Hobby an einen Ort geführt, den wir sonst nie entdeckt hätten. Auch den Ort des nächsten Caches hätten wir wohl kaum ohne Geocaching aufgesucht. Allerdings aus einem anderen Grund. Um den Cache mit dem verlockenden Namen „kleine Erholung“ zu erreichen, gab es zwei Möglichkeiten: vorne den Steilhang hoch oder hinten rum über einen Weg. Wir entschieden uns für vorne, denn schliesslich sind wir faul und laufen lieber 15 Minuten steil hoch, als dass wir 45 Minuten einen gemütlichen Weg hochwatscheln. Spätestens auf dem Rückweg bereuten wir unsere Faulheit. Es hatte nur Felsen und Dornengebüsch, aber wir hatten die Ruine auf dem Gipfel bald erreicht. Es war diese Ruine, die wir vom Campingplatz aus gesehen hatten. Nie und nimmer wären wir hier ohne Cache hochgekraxelt! Den Cache fanden wir fast auf Anhieb. Wir genossen den schönen Blick auf Hinterland und Küste und wir wussten, weshalb dieser Cache „kleine Erholung“ genannt wird. Allerdings hatten wir eine riesen Erholung nötig, als wir endlich wieder unten ankamen. Einige male landeten wir in einer Sackgasse. Das Dornengestrüpp hat ans Märchen „Dornröschen“ erinnert: es war ohne Machete unüberwindbar. Die Idee, sich einfach durch das Gestrüpp hindurchzuzwängen, wurde ziemlich schnell aufgegeben, nachdem Karin mehrere Dornen im Allerwertesten hatte. Wir suchten einen Weg zurück zur Felswand und kletterten wie die Gämsen hinunter. Angesichts der dornigen Alternative war Niks Höhenangst für einmal kein allzu grosses Problem. Nach 45 Minuten erreichten wir endlich wieder unser Elsi und wir machten uns hungrig auf die Suche nach etwas Essbarem. Was hätten wir nicht für eine Pizza gemacht! Ok, nein, wir wären nicht noch einmal den Hang hinuntergestiegen, aber sonst hätten wir beinahe alles getan. In Bastia angekommen stellten wir fest, dass es pro Parkplatz mindestens fünf Autos hat und die Parksituation dementsprechend chaotisch ist. Wir hatten am Samstag wohl riesiges Glück, dass wir so schnell einen Parkplatz in der ersten Reihe ergattern konnten! Nachdem wir die halbe Stadt um- und durchfahren hatten, wurden auch wir zu Parksündern. Rücksichtslos parkierten wir in der zweiten Reihe unmittelbar gegenüber einer Pizzeria. Leider war die Takeaway Pizza der kulinarische Tiefpunkt unserer Ferien und so deckten wir uns ein wenig später in einer Bäckerei noch mit einem Dessert ein. Elsi hatten wir dieses Mal beinahe legal parkieren können. Anschliessend stellten wir uns im Hafen in eine Ecke und warteten, dass wir auf die Fähre durften. Wir waren beide froh, als es endlich so weit war.

Nachdem wir die Fähre ausgiebig ausgekundschaftet und unseren Apéro auf dem Deck direkt hinter der Brücke genossen hatten, gab es nach zweieinhalb Wochen endlich wieder einmal Pommes Frites. Leider hatten sie das Essen wohl schon auf der Hinfahrt gekocht und es war dementsprechend schlampig. Zwei kulinarische Nieten an einem Tag! Hätten wir doch bloss lieber wieder in der Kabine gekocht. Als Trösterli tranken wir in der Panorama Bar noch ein Pietra, während das Schiff den Hafen und somit Korsika verliess.

Dienstag 20.10.
Pünktlich um 06h00 wurden wir durch die Schiffssirene geweckt. Hätten wir in dem Kajütenbett Platz gehabt, wären wir vor Schreck wahrscheinlich gleich gestanden. Die Sirene war so laut, dass wir beinahe befürchteten, das Schiff ginge unter. Es blieb mehr als genug Zeit übrig, ausgiebig zu duschen und zu packen bevor wir zu Elsi durften und die Fähre verlassen konnten.
Die Fahrt nach Hause verlief reibungslos. Die Sichtung eines lesenden Fahrers auf der italienischen Autobahn war das einzige Highlight. Vorallem Karin konnte kaum glauben, was wir beim Überholen sahen. Der Kerl hatte tatsächlich ein Buch auf dem Steuer und hat seine Lektüre Offensichtlich genossen. Nik wollte Karin nicht testen lassen, ob sie das auch kann. War wohl auch besser so!

Der Pass des Grossen St. Bernhard war zwar offen, aber die Passtrasse war wegen Bauarbeiten geschlossen und so mussten wir durch den teuren Tunnel. Vielen Dank, lieber TCS. Grrr.

Zuhause ging es ans auspacken, versorgen und Wäsche sortieren, denn Nik durfte ja am nächsten Morgen wieder seinem Hobby fröhnen gehen.

Category: Unterwegs, VW-Bus  | Comments off
Elsass 2009: Karin’s Geburtstag Jan 17

Letztes Wochenende waren wir ein paar Tage im Elsass. Am Donnerstag Abend gab mir Nik drei Couverts. Nachdem ich das Couvert mit dem Blümchen ausgewählt hatte, ging es los. Im Couvert stand der Name des ersten Campingplatzes: Les Sources. Das sagte mir natürlich nicht viel. Als es dann aber Richtung Basel ging, wurde mir klar, dass wir ins Elsass fuhren. Dort wollte ich schon lange einmal hin und Nik hat mich nun zu meinem Geburtstag mit einem tollen Wochenende in dieser schönen Region überrascht. Zuerst ging es auf der Route des Vins nach Colmar, welches wir per Touristenzug erkundeten. Wieder auf der Route de Vins ging es weiter zur Haut-Königsbourg. Eine schöne Burg! Auf der Route de Crêtes entdeckten wir eine Silbermine, die erst dieses Jahr als Musem eröffnet wurde. Interessant und vielfältig gemacht, verbrachten wir über 2 Stunden in diesem „unter Tag“ Museum. Den Geburtstags-(Flamm)Kuchen gab es auf einem hübschen Campingplatz direkt am See. Selbst der Regenschauer nach dem Znacht konnte unsere Freude über einen weiteren schönen (Geburts)Tag nicht dämpfen. Auf dem Nachhauseweg entdeckten wir dann Decathlon, unser neues Lieblingsgeschäft. Da wir über 2 Stunden mit Shoppen verbrachten, kamen wir in Basel und Egerkingen kurz in den Stau und daher relativ spät nach Hause. Dort erwartete mich eine grosse Überraschung: die ganze Wohnung war dekoriert und ein feines Znacht erwartete uns. Alt werden ist gar nicht so schlecht 😉 Alles in allem ein super Wochenende und ein gaaaanz schöner 30. Geburtstag!

Category: Jura, Unterwegs, VW-Bus, Weekends  | Comments off