Subscribe RSS
Herbstferien 2010: Mittelmeer Jan 20

Nach der Arbeit am Mittwoch ging es Richtung Tessin los. Vor dem Gotthardtunnel stellten wir fest, dass der Tunnel seit 10 Minuten geschlossen war. Also machten wir uns auf den Weg über den Pass. Auf dem Campingplatz in Locarno warteten bereits Andrea und Kusi und zeigten uns den Weg auf unseren Platz.

Am Donnerstag gab es Frühstück bei den Jordischen Grosseltern im gemieteten Wohnwagen. Danach stand der Ausflug auf den Monte Tamaro auf dem Programm. Nach zahlreichen Fahrten auf der Rodelbahn, dem Besuch der Botta-Kapelle und dem Zwischenhalt im Restaurant, war es auch schon Zeit für die Rückkehr nach Locarno, wo wir am Seeufer das Apero genossen. Am Strand musste natürlich auch gleich ein wenig „gsändälät“ werden. Nik zog eine Linie um seine Grube und erklärte Paddy, dass dies nun „Nik-Baustelle“ sei. Der kleine Paddy hat daraufhin seine Baustelle auch abgegrenzt. Aber so, dass Nik grosse Augen machte und alle anderen vor Lachen beinahe in den See gefallen wären. Wie der kleine Baumeister das gemacht hat? Tja, das schreiben wir hier nicht. Nur eines: manchmal übertrifft der Lehrling eben seinen Meister! 😉 Zum Abendessen gab es etwas Feines aus der Pizzeria des Campings.

Am Freitag ging es für uns weiter Richtung Süden und für Jordis Richtung Norden. In Savona angekommen, deckten wir uns mit Essen und Wein ein und machten auch einen kleinen Stopp im Decathlon, wo wir aber nichts einkauften (ein ganz komisches Gefühl, den Decathlon mit leeren Händen zu verlassen). Die Suche nach einem schönen Campingplatz führte uns entlang der italienischen Rivieraküste. Kurz vor dem Eindunkeln gaben wir die Suche auf und übernachteten auf einem typischen italienischen Abstell, äh Campingplatz. Am Morgen war die italienische Küste trotz super Wetter immer noch Trist und so entschieden wir uns nach einigen Versuchen, die Schönheit dieser Küste zu finden, die Fahrroute auf die Autobahn zu verlegen. Wenig später kamen wir in Frankreich aus dem Tunnel und wir staunten: was ein Tunnel ausmachen kann! Die Farben schienen prächtiger, die Häuser nicht mehr verlottert, sogar das Meer schien hier blauer als auf der italienischen Seite des Tunnels zu sein. Aber Monacco und Nizza sind überbaut und obwohl es dort sicher einige schöne Flecken gab, entsprach die Küste erst nach Nizza unseren Erwartungen. In Agay fanden wir endlich einen ersten schönen Campingplatz. Dort trafen wir auch einige sehr freundliche Schweizer, die uns irgendwie bekannt erschienen (Saignelégier!), und die uns zum Bleiben überreden wollten. Wir wollten aber noch ein wenig weiter und so fuhren wir, entgegen den Ratschlägen, am nächsten Tag weiter Richtung le Lavandou auf einen riiieeeeeeeeesssssssssssssssiiiiigggggggggggeeeeeeeennnnn Campingplatz. Dort fanden wir nach einigem Suchen ein Plätzli mit Meersicht, zwischen Deutschen-Hardcore-Wohnwagencamper zur Linken und zur Rechten, das uns für einige Tage als Heimat diente.

Nachdem die Hängematten aufgehängt waren, konnte das Entspannen beginnen. Natürlich wurde uns bald langweilig und wir machten einen Ausflug mit den Velos nach Le Lavendou, wo wir direkt auf dem Strand ein vorzügliches Mittagessen bekamen. Auf der Rückfahrt direkt am Stand entlang, buchten wir für den nächsten Tag noch einen Tauchgang. Der Rest des Tages verbrachten wir beim Essen und Trinken, oder in der Hängematte.

Am nächsten Tag mussten wir früh raus, denn es stand ja der Tauchgang auf dem Programm. Nachdem wir die übliche Materialschlacht hinter uns gebracht hatten, ging es mit dem Boot los. Nach 50 Minuten auf 15 Meter Tiefe war der Spass schon wieder vorbei und es ging zurück. Nach einem unterdurchschnittlichen Essen in einem Restaurant am Hafen warteten die Hängematten auf uns.

Nach ein paar Tagen faulenzen am Meer, ging es nun Nordwärts an den Lac de Saint-Croix, wo wir für ein paar Tage unser Basislager in Les Salles aufschlugen. Am nächsten Tag ging es rund um die imposante Schlucht des Verdon. Tags darauf trauten wir uns sogar mit einem Kayak in die Schlucht.

Leider war es dann auch schon wieder Zeit, um auf Napoleons Spuren nach Hause zu tuckern. In Grenoble gab es einen letzten Einkaufsstopp. Dieses Mal verliessen wir den Decathlon nicht mit leeren Händen!

Fazit: So gut wie uns Frankreich gefallen hat, so enttäuscht waren wir von Italien. Und Ferien sind immer zu kurz!

Category: Unterwegs, VW-Bus
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.