Subscribe RSS
Panamana 2010: Kuna Yala Jan 20

Der Weg via Madrid nach Panama City war hart und lang. Sehr lang. Beim Zwischenstopp in Guatemala gab’s zum Glück ein Bier. Man kann ja schliesslich ein Land nicht als „besucht“ markieren, wenn man kein lokales Bier getrunken hat und auf der Toilette war.

Endlich im Hotel angekommen, konnten wir die Aussicht auf den Kanal kaum geniessen, was wir aber am nächsten Morgen gleich nachholten. Bei dem erfolglosen Versuch, einen Geocache zu heben, ist Karin fast verdurstet und so entschlossen wir erst nach einem Besuch des Swimming Pools die Stadt zu erobern. Nein, Karin hat ihren Durst mit Wasser aus der (Wasser)Flasche löschen können und hat nicht gleich den ganzen Pool leer getrunken. Zuerst ging’s zu einem Aussichtspunkt mit Aussicht auf den Kanal und die Stadt. Hier konnten wir endlich unseren Quoten Cache heben und uns einen Überblick über die Stadt und das Umland machen. Die Weiterfahrt mit dem Taxi brachte uns in einen alten Teil von Panama, der gemäss Reiseführer Hip und Trendy sein sollte. Glaubt nicht alles was in diesen Führern steht, auch wenn sie Preise für den „best tour guide“ bekommen haben… Wir folgten einem Tipp eines lokalen Dollar-Schelms und setzten unsere Shopping/Stadt –Tour nicht richtig Panama City fort, sondern gingen in die Albrook-Mall. Dieser Konsumtempel ist nicht nur grösser als alles, was wir bisher in Form eines Einkaufszentrums gesehen haben, sondern auch weitaus billiger. Da unser Gepäck für den Weiterflug sowieso bereits zu schwer war, beschränkten wir uns auf das Nötigste. Aber wir beschlossen, nicht das letzte mal hier gewesen zu sein! Zurück im Hotel besuchten wir das Hotelrestaurant der Kette TGIF, oder wie es in Panama heisst: „Freidei“. Satt und müde ging’s ins Bett.
Nach dem üblichen Theater um den Taxi-Preis machten wir einen kurzen Stopp im Rey um unsere Filette-Bestände aufzubessern, bevor es an den Flughafen ging. Am Flughafen stellten wir fest, dass der von Karin gebuchte Flieger nicht nach El Porvenir, sondern nach David in Costa Rica flog. Karin behauptet weiterhin, dass es sich um einen Fehler der Englischen Website handelt, wo sie den Flug gebucht hat. Wie auch immer, den Spott und Hohn wird sie wohl ein lebenslang erdulden müssen! Doch uns wurde freundlich geholfen und gegen einen Aufpreis flog uns eine Cessna eine Stunde und einen weiteren Stopp im Rey Supermarkt später nach El Provenir.

Der Flug war super, doch als wir den weltbekannten internationalen Flughafen von El Provenir aus der Luft sahen, waren wir sicher, dass wir nach dem Landeversuch nasse Füsse hätten. Doch wider erwarten reichte die kurze Landebahn und wir konnten fast neben dem Dinghi-Steg aussteigen.

Nachdem wir auf der SY-Jeannette angekommen und das Gepäck verstaut hatten, ging’s weiter in die Lemon Cays, wo wir die nächsten Tage blieben und uns ans süsse Nichtstun gewöhnten. Anschliessend ging es ein paar Inseln weiter gegen Osten und noch ein wenig später gegen Süden.

Nachdem wir knapp zwei Wochen in Kuna Yala waren und einige Inseln gesehen hatten, von denen einige stark bevölkert waren und einige nur wenige Hütten hatten, mussten wir leider weiter gegen Westen in die Panamarina, wo wir die restlichen Tage verbrachten. An dieser Stelle sei vermerkt, dass Kuna Yala einer dieser Orte ist, die man verschwunden glaubt. Hätten sie ein Restaurant, oder wenigstens eine Bar auf diesen Inseln, würde man wirklich glauben, im Paradies angelangt zu sein. Nun ja, es war auch ohne Restaurant/Bar paradiesisch. Ein Foto aus dem Reiseprospekt ist nur halb so schön wie die Realität in Kuna Yala. Ausser, man trifft beim Schnorcheln auf einen schlafenden Hai. Dann denkt man kaum mehr an die Schönheit der Landschaft und der Unterwasserwelt, sondern nur noch daran, wie man genügend Luft durch den Schnorchel bekommt. Und wie man Nik am schnellsten aus dem Kanu ins Wasser schafft, damit a) ein dickerer Köder im Wasser ist und b) man (Karin) schnell auf das bisschen Plastik in Sicherheit kommt.

Die Fahrt in die Panamarina war lang, mühsam und anstrengend. Kaum erwähnenswert aussert dass Karin vier mal die Fische gefuttert hat. Am Tag nach der Ankunft stand die Fahrt entlang des Panama Kanal mit der Bahn auf dem Programm. Vorher wollten wir uns aber noch die berühmt berüchtigte Stadt Colon ansehen, von der wir eigentlich immer nur gewarnt wurden. So nahmen wir den Bus und knapp zwei Stunden später waren wir auch schon in Colon. Die Busfahrt in Panama ist sehr speziell. Die alten U.S. Schulbusse wurden alle aufgemotzt und bunt angemalt. Müssen wir erwähnen, dass die Strassen NICHT gerade verlaufen und die Fahrer NICHT langsam fahren? Schnell stiegen wir aus und probierten Tickets für den Zug zu kaufen, aber dies war leider erst kurz vor der Abfahrt möglich. Da es kein Taxi hatte, machten wir uns entgegen jeder Warnung zu Fuss zum Einkaufszentrum Colon 2000 auf den Weg. Unterwegs kamen wir am lokalen Markt, der Feuerwehr und am Spital vorbei. Da kein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag, war das ohnehin enttäuschende Colon 2000 noch enttäuschender, denn es war fast alles zu und uns blieb nichts anders übrig, als weiter in die Zona Libra zu gehen. Die Zona Libra ist nach Hong Kong das grösste Zollfrei-Gebiet der Welt und entsprechend viel war los. Wir wurden aber nicht glücklich, da es für uns viel zu gross war und ohne Plan war man etwas verloren. So blieb uns nichts anderes übrig, als unser letzter Joker zu ziehen uns ins 4 Altos zu fahren, wo wir die restliche Zeit bis zur Zugsabfahrt am frühen Abend verbrachten und einige Dollars los wurden.

Die Zugfahrt entlang des Kanals war eigentlich unspektakulär. Es gab viel Grün, etwas Wasser, wenig Kanal und kaum Schiffe. Eigentlich sahen wir nur ein Schiff und das war die Fähre der amerikanischen Rentner, die mit im Zug fuhren. Der Wagon wäre beinahe umgekippt, als alle das Schiff knipsen mussten, welches sie am nächsten Tag besteigen würden… Nach einer Stunde waren wir zurück in Panama und nach ein wenig Verhandlungsgeschick hatten wir ein Taxi zu einem vernünftigen Preis, was uns zum überbuchten Hotel brachten. Nach dem Nachtessen im TGIF ging’s ins nächste Hotel, wo wir zusammen mit Kanadier eintrafen, die im Hotelzimmer morgens um fünf ausgeraubt wurden und seither auf dem Polizeiposten gewesen waren. Natürlich wurden die in einem anderen Hotel ausgeraubt, sonst wären wir ja wohl nicht dort übernachtet. Da wir zu müde für die Albrook-Mall waren, gingen wir direkt ins Bett.

Nach dem Frühstück ging die Fahrt per Taxi zu den Gatun Locks, wo wir einigen Schiffen zusahen, wie sie die Höhenmeter in einer beachtlichen Zeit überwanden. Die Schleuse war auch ein virtueller Cache und so konnten wir ein Foto von uns machen und der Cache war unser. Das Taxi brachte uns zurück nach 4 Altos, wo wir fleissig Dollars gegen Waren eintauschten. Um 4 Uhr wurden wir vom ersten und vielleicht einzigen freundlichen und ehrlichen Taxi-Chauffeur von Panama abgeholt. Auf dem Rückweg zur Panamarina stoppten wir bei einem weiteren virtuellen Cache in Portobelo.

Müde und schwer beladen erreichten wir die Marina, wo wir bis zu unserer Abreise blieben. Und beinahe von den blöden Viechern (Heng Heng) aufgefressen wurden.

Am letzten Ferientag wurden wir am Mittag vom Taxi abgeholt, welches uns direkt zum Flughafen brachte. Mit etwas Erstaunen stellten wir fest, dass wir, obwohl wir elektronisch eingecheckt hatten, unser Gepäck noch nicht aufgeben konnten. Zum Glück konnten wir es gegen eine kleine Gebühr sicher deponieren. Auf ging es zurück in die Albrook-Mall, wo wir nochmals Dollars gegen Ware tauschten.

Der Rückflug war recht angenehm wir konnten sogar etliche Stunden schlafen. In Genf wurden wir von einem Empfangskomitee erwartet, dass nicht nur was zum Beissen, sondern auch Glühwein dabei hatte. Naja, wir mussten uns ja gegen diese plötzliche Kälte wehren!

Category: Unterwegs
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.