Mehr zu Elsi
Wie alles Anfing
Im Sommer 2003 habe ich beschlossen mir einen alten Traum zu erfüllen und einen Camping-Bus zu kaufen. Ein Sparprogramm wurde ins Leben gerufen, Literatur beschaft und im Internet recherchiert. Schnell stellte sich heraus, dass mit meinem Budget (15'000.- Fr.) und den zu erwartenden Wartungskosten eigenlich nur ein VW Typ II T3 in Frage kommt.
Regelmässig besuchte ich Internet-Marktplätze wo allte VW-Busse angeboten wurden und informierte mich über den Selbstausbau. Nach monatelanger ergebnisloser Fahrzeug-Suche war ich schon fast soweit aufzugeben, dennn die meisten Fahrzeuge war viele zuteuer oder in einen sehr schlechten Zustand. Wer verkauft schon freiwillig sein Campingbus oder geliebten Typ 2? Als letzte Option blieb noch der Kauf eines Busses aus Schweizer Armee beständen.
Aber anfangs März 2004 enteckte ich ihn resp. Sie wie sich später rausstellte. Nach kurzer Rücksprache mit meinem persönlichen VW-Bus-Berater Dani, rief ich bei den Besitzern an und machte für nächsten Montag ab.
Im Internet hatte ich mir Checklisten und Kauftipps besorgt, doch trotz allem theoretischen Wissen, das ich mir angeeignet hatte, beim Blick unter das Fahrzeug, kam alles Spanisch vor. Der Innenausbau (Original Westfalia) war eigentlich noch gut im Schuss für ein 22 Jahre altes Fahrzeug. Zum Glück waren die Papiere i.O. und der Bus war erst vor 2 Wochen bei der MFK. Somit war das Risiko gering und nach einer Probefahrt entschied ich mich den Bus zukaufen.
Nun ging es darum ein Parkplatz, eine Versicherung und die Nummer für das Fahrzeug zu beschaffen. Am Donnerstag hatte ich alles beisammen und konnte mein Bus abholen. Neben den Tipps und Tricks die ich auf den Weg bekam, wurde mir auch Elsi offiziel vorgestellt, so heisst nämlich der Bus. Leider wussten die Vorbesitzer auch nicht wieso.
Auf der Hebebühne
Knapp 2 Wochen später hatte ich Züri abgemacht und ich beschloss bei meinem persönlichen VW-Bus-Berater Dani in der Werkstatt vorbei zuschauen, damit er einen Blick auf den Motor und das Andere mir noch fremde Innenleben wirft.
In der Dani's Garage standen nur Porsches rum und Elsi war doch ein bischen ein Exotin aber immerhin hat Elsi ja auch einen 2 Liter-Boxer Motor. Dani gab sich wirklich alle Mühe und hatte auch reichlich Arbeit. Fazit: Elsi ist noch gut in Schuss und sollte noch einige Jahren fit sein.
Einrichten und Anpassen
Die Vorbesitzer hatte in den letzten 2 Jahren nur das Nötigste gemacht um Elsi fit zu halten, überall quietscht es oder es hat sich hartnäckigen Schmutz festgestezt aber mit WD-40, einem Lumpen und Zeit kommt die alte Dame langsam wieder in Schwung.
Natürlich werden auch kleine und grössere Anpassungen gemacht wie zum Beispiel der Einbau eines Safes oder zusätzlicher Lampen und Steckdosen. Dies ist nicht nur Zeit sondern auch Kosten intensiv.
Erster Ausflug
Endlich, der erste Ausflug mit Elsi. Eigentlich wollten wir an den Genfersee doch auf Grund der nicht allzu guten Wetterprognose haben wir uns kurzfristig für einen Trip ins Tessin entschieden. Die Gotthardautobahn war für Elsi nicht wirklich ein Problem: Bern-Tenero in 4 Stunden ist doch gar nicht mal so schlecht. Auf der Rückreise gings über den Nufenen, im 2. Gang mit 40km/h aber wir kamen ohne Probleme oben an. Für die 2. Bergkette beschlossen wir Elsi durch den Lötschberg zu verladen, da der Grimsel wegen Lawinengefahr auf der bernerseite geschlossen war. Ich glaube sie war nicht wirklich traurig.
Da mir das original Vorzelt etwas zu mühsam war, habe ich beschlossen eine Omnistor 2000 zu montieren wobei mir Tinu netterweise half. Die Montage war eigentlich Problemlos nur das wir Bohren mussen und natürlich keinen in Griffnähe hatte aber dieses Proble wurde schnell gelöst. Natürlich musste das neue Teil gleich ausprobiert werden und weil das Wetter im Norden wiedermal schlecht war gabs eine kleine Spritztour mit Elsi und Karin ins Tessin.
Zum Nordkapp
2005 gings erstmal auf grosse Fahrt ans Nordkap und zurück. Die Reise war super auch wenn es in Norwegen etwas nass war. Unterweges musste wir zwei kleinere Boxenstopps machen: einmal hat sich ein Stossdämpfer gelöst, den ich im Frühlung ersetzen liess und das andere mal brauchte ein Radlader etwas Fett. Ansonsten war die Fahrt Störungsfrei und bei den Kasseler Berge zeigete der Tacho 150km/h an. Leider hatte ich damals noch kein GPS um die effektive Geschwindigkeit zu Messen und zu dokumentieren.
2007
Im Jahre 2007 musste Elsi zur MFK. Zum Glück gab es keine Probleme und wir dürfen weiter mit Elsi auf den Bergstrassen Staus verursachen. Finanziell war es aber ein schwarzes Jahr die Bremsen und die Radlager musten Ersetzt werden, eine Beule musste geflickt werden und die Vergaser brauchten einige Aufmerksamkeit. Damit das Prote-Monnaie so richtig geleert wird habe ich die Polster neu bezogen und noch ein Tomtom 910 angeschaft.
Natürlich gabs eine weitere grosse Reise nach Sardinien. Damit wir die Hitze überleben haben wir Mückennetze vor alle grösseren öffungen genäht, welche sich bewährt haben. Am Ende der Reise hat sich der dritte Zylinder verabschiedet und wir mussten den Motor revidieren.
2008
Der Motor macht immer wieder kleinere Probleme im grossen und ganzen sind wir aber sehr zufrieden. Dieses Jahr gings nach Schottland wo wie jedemenge an Büsslis sahen. Auf anraten von Tim habe ich mich beim VW-Bus-Forum angemeldet.
2009
Elsi musste geprüft werden und wir haben Elsi neu lackieren lassen doch schon bald bildete sich der erste neue Rost und wir werden uns 2010 nochmals dem Thema widmen. Erste Versuche mit CB-Funk Geräte verliefen positiv aber wenn nur das Antennen abstimmen und Kabel verlegen nicht wäre. Wir gingen erstmals an VW-Bus Treffen und trafen viele "sexi"-Leute.
Anfangs Jahr gings eine Woche ins Tessin, mit Tim & Debbie machten wir einen Tripp durch die Schweiz und nebst zahlreichen Weekends waren wir 3 Wochen auf Korsika.
2010
Leider war auch der zweite Lackier-Versuch nicht erfolgreich. Die Qualtät und die Farbe entsprach nicht der Vereinbarung. So wird Elsi noch ein drittes Mal lackiert.




